Magdeburg l Kleingartenanlagen zu erhalten und attraktiver zu machen, ist das Ziel der Magdeburger Gartenpartei mit einem neuerlichen Antrag im Stadtrat, der sich auf die Anlagen an der Wanzleber Chaussee bezieht. „Die Kleingartenanlagen sind seit vielen Jahren von Leerstand betroffen“, heißt es in der Begründung zu dem Antrag. Das soll sich ändern.

Eine Anbindung der Kleingartenanlagen an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) „würde die Attraktivität der Kleingärten erhöhen und auch Interesse an der Übernahme eines Kleingartens in diesen Anlagen bei nicht motorisierten Bürgern der Landeshauptstadt wecken“, ist die Fraktion überzeugt und schlägt deshalb eine Anbindung an die Buslinien 53 und 54 vor – zumindest während der Vegetationszeit. Denn gerade während dieser Zeit seien viele Utensilien wie Blumenerde, Dünger, Rasensaat, Pflanzen, Getränke, Verpflegung und einiges mehr zu transportieren oder Rasen- und Pflanzenschnitt zu entsorgen.

Busse und Personal zu teuer

Aus Sicht der Stadtverwaltung und der Magdeburger Verkehrsbetriebe allerdings stünden Aufwand und Nutzen hier in keinem Verhältnis. Denn um eine Anbindung zu schaffen, müssten die Verkehrsbetriebe zusätzliche Busse und Fahrer organisieren. Der Mehraufwand würde etwa 100.000  Euro betragen. Zudem würde sich die Fahrtzeit für Fahrgäste zum Bördepark oder dem Wohngebiet Birnengarten um etwa zehn Minuten verlängern, „was die Attraktivität der Busverbindungen für den großen Anteil der Fahrgäste mit diesen Zielen wiederum einschränkt“, argumentiert Finanzbeigeordneter Klaus Zimmermann.

Alternativ könnte das zusätzliche Fahrzeug als eigene Linie als Pendelverkehr zwischen Eichplatz und der Gartenanlage eingesetzt werden. Die Kosten wären allerdings ähnlich hoch. Die Attraktivität anderer Linien würde zwar nicht verringert, dennoch würden auch bei dieser Variante Kosten und Nutzen weit auseinandergehen.

Gartenanlage zu Fuß erreichbar

Zudem gibt die Stadtverwaltung zu bedenken, dass die Kleingartenanlagen von der Haltestelle Birnengarten aus innerhalb von 10 bis 15  Minuten zu Fuß zu erreichen seien.

Die Stellungnahme wurde im Bildungsausschuss thematisiert. Am 10.  August 2018 ist sie Bestandteil der Beratung des Verwaltungsausschusses und am 16.  August des Stadtrates.