Magdeburg l Sonntagsein­satz am 15. September 2019 für Mitglieder des Kinder- und Jugendrings Sachsen-Anhalt auf dem Schellheimerplatz: Am Sonntag haben Vertreter der DGBjugend, des Arbeitskreises Kritische Soziale Arbeit an der Hochschule Magdeburg-Stendal sowie der Jugendverbände fjp>media und SJD – Die Falken Unterschriften gesammelt.

Sie möchten sich mit einer Petition beim Land Sachsen-Anhalt Gehör verschaffen. Hintergrund: Die Situation der Kinder- und Jugendarbeit in den Landkreisen und kreisfreien Städten in Sachsen-Anhalt hat sich in den vergangenen Jahren drastisch verschlechtert.

Sinnvolles für die Freizeit

Zwar steht, wie Fabian Pfister von der DGBjugend bestätigt, Magdeburg sehr gut da: „Keine Kommune im Land unterstützt die freie Jugendarbeit so wie die Landeshauptstadt“, sagt er. Doch auch hier wäre es angesichts einer steigenden Zahl von Kindern und Jugendlichen hilfreich, wenn das Land seine Unterstützung ausbaut. Dies sei zum einen wichtig, um auch weniger einkommensstarken Familien eine Teilnahme an einer sinnvollen Freizeitgestaltung zu bieten: „Kommerzielle Angebote sind für viele Menschen aufgrund der hohen Kosten nicht drin.“ Neben einer sinnvollen Freizeitgestaltung geht es auch um die politische Bildung.

Ein Blick in die unmittelbare Nachbarschaft zeigt, wie schwierig die Lage ist: Zuletzt wurden Einrichtungen im Salzlandkreis geschlossen, und im Jerichower Land hat sich die Zahl der Einrichtungen in den vergangenen zehn Jahren halbiert. Angesichts der Planungen des Landes für die Zukunft fordern die Verbände neben mehr finanzieller Unterstützung auch eine größere Wertschätzung für die Jugendarbeit.

Zahlreiche Unterstützer

Neben den genannten Verbänden sind z. B. das Landesjugendwerk der Awo, das Deutsche Rote Kreuz und die Evangelische Jugend initiatoren. Mit dabei ist auchb Prof. Dr. Peter-Ulrich Wendt von der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Infos und die Möglichkeit zur Teilnahme gibt es im Internet.