Magdeburg (vs) l Ein 12-jähriger Magdeburger hat am Donnerstag eine Erpressung bei der Polizei angezeigt. Nach Angaben der Polizei war der Junge mit einem Erziehungsberechtigten auf dem Revier erschienen und die Straftat bekannt gemacht. So soll der 12-Jährige am Vortag über eine Internetplattform aufgefordert worden sein, einen zweistelligen Geldbetrag an einen 14-Jährigen zu übergeben. Der 14-Jährige soll nach ersten Erkenntnissen der Polizei auch für die Erpressung verantwortlich sein.

Die Übergabe sollte in der Magdeburger Innenstadt stattfinden. Sollte der Junge nicht wie gefordert handeln, wurden ihm mit Konsequenzen gedroht, berichtete die Polizei.

Zu der Geldübergabe kam es nach Angaben der Polizei nicht. Mit dem 14-Jährigen wurde eine sogenannte Gefährderansprache im Beisein der Eltern durchgeführt. Dies sei bei Jugendlichen Tatverdächtigen ein übliches Vorgehen, so ein Sprecher des Magdeburger Reviers. Dadurch sollen dem Jugendliche zeitnah mit möglichen Konsequenzen aufgezeigt werden.

Damit ist die Sache für den Tatverdächtigen aber nicht erledigt. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln in dem Fall weiter. Es sei denkbar, dass der Beschuldigte eine Strafe bekommt, die im Rahmen des Jungendstrafrechts liegt, so der Reviersprecher. Dies liege aber im Ermessen der Staatsanwaltschaft und des Jugendgerichts.

Ob der Beschuldigte 14-Jährige bereits bei der Polizei bekannt ist, wurde nicht mitgeteilt. Die Polizei berichtet, sie arbeite in dem Fall Fall eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen.