Magdeburg l Schreckmomente in der Magdeburger Innenstadt: Am Sonnabend, 29. Februar 2020, gegen 17.40 Uhr fuhr ein schwarzer Mercedes durch die Otto-von-Guericke-Straße und um den Hasselbachplatz. Die Insassen (jeweils zwei Männer und Frauen) zielten dabei mit einem Gegenstand, der wie eine Schusswaffe aussah, auf Passanten.

Die Polizei löste daraufhin einen Großeinsatz aus und konnte das Quartett am Hasselbachplatz stellen: eine 46-Jährige und ein 51-Jähriger aus dem brandenburgischen Panketal sowie eine 24-Jährige und ein 29-Jähriger aus Magdeburg. Bei ihrer Durchsuchung stellten die Beamten eine sogenannte Anscheinswaffe sicher. Diese Nachbildungen, zu denen auch Softair-Waffen gehören, dürfen laut Waffengesetz nicht in der Öffentlichkeit geführt werden. In einem Café, das die vier zudem betreten hatten, wurde eine weitere solche Waffe entdeckt.

Gegen die zwei Männer und zwei Frauen wurden ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Außerdem erhielten sie einen Platzverweis für die Innenstadt. Sie seien sich der Auswirkungen ihrer Handlungen nicht bewusst gewesen, heißt es von Seiten der Polizei zum Anlass der Waffenfahrt durch die Innenstadt