Radverkehr

Schilder auf Radweg am Magdeburger Busbahnhof werden versetzt

Durch die Aufstellung von Sicherheitsbügeln wird es eng auf dem Radweg am Magdeburger Busbahnhof. Die dort ebenfalls installierten Haltestellenschilder werden deshalb nun versetzt.

Von Stefan Harter
Am Magdeburger Busbahnhof (ZOB) wurden Bügel aufgestellt. Sie sollen Konflikte zwischen Fahrgästen und Fahrradfahrern vermeiden.
Am Magdeburger Busbahnhof (ZOB) wurden Bügel aufgestellt. Sie sollen Konflikte zwischen Fahrgästen und Fahrradfahrern vermeiden. Foto: Stefan Harter

Magdeburg - Eng geht es mitunter zu auf dem Busbahnhof in Magdeburg. Neben Regional- und Fernbuslinien, die sich dort im Minutentakt treffen, führt unmittelbar am Rand auch der offizielle Geh- und Radweg zur Tunnelbaustelle entlang. Vor einiger Zeit wurde genau in diesem Bereich eine zusätzliche Haltestelle für Regionalbusse eingerichtet. Die entsprechenden Haltestellenschilder wurden inmitten des Weges in den Boden gesetzt.

Schon das war aus Sicht des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) ein Fehler gewesen. Mit den Ende vergangener Woche aufgestellten Schutzbügeln wäre es nun noch schlimmer, meint der Vorsitzende Norman Dreimann. Es sei jetzt sehr gefährlich, da es sich um einen Zweirichtungsradweg handelt und die Bügel und die Haltestellenschilder diesen verengen würden.

Abgesenkter Bordstein als Alternative

„Wir hatten ursprünglich vorgeschlagen, eine Bordsteinabsenkung im nördlichen Bereich anzulegen“, erklärt er. Dann hätten die Radfahrer über die Fahrbahn statt den Gehweg fahren können. Das sei aber mit Blick auf den Busverkehr von der Straßenverkehrsbehörde aus Sicherheitsgründen abgelehnt worden.

Nun wäre es aber das Mindeste, wenn die Haltestellenschilder so versetzt würden, dass sie nicht noch zusätzlich im Weg stehen, meint Dreimann.

Nach Angaben von Rathaussprecher Michael Reif soll genau das auch noch passieren. „Die dort im Aufbau befindlichen Bügel wurden in Abstimmung mehrerer städtischer Ämter mit dem ADFC, den MVB und der Straßenverkehrsbehörde geplant und angeordnet“, sagt er zunächst auf Volksstimme-Anfrage. Zumindest der ADFC wurde von dieser Lösung aber dann doch überrascht, wie Dreimann bestätigt. „Sie sollen dem Schutz der aussteigenden Fahrgäste dienen, die Verkehrsströme trennen und damit die Konflikte reduzieren“, erklärt Reif.

Übergangslösung

Montiert wurden zunächst am Anfang und am Ende des Haltestellenbereichs jeweils ein Bügel quer zur Fahrbahn sowie längs mehrere Bügel. Weitere sollen folgen. „Die Haltestellenschilder werden in die Flucht der Bügel versetzt“, versichert er.

Ohnehin handele es sich nur um eine Übergangslösung. Wenn die Ernst-Reuter-Allee wieder vollständig genutzt werden kann, werden auch die Bügel wieder zurückgebaut, kündigt Michael Reif an.