Magdeburg l Dass die Stadtverwaltung derzeit die Liebesschlösser an allen Brücken entfernen lässt, findet Reiner Riegg zunächst einmal gut. Als Metallbauer im Ruhestand weiß der rührige Magdeburger (u. a. aktiv bei der Rettung des Schiffshebewerks, Spendenbox für die Johanniskirche) um die Schäden, die die oft scharfkantigen Schlösser am Brückengeländer anrichten können. Das Sternbrückengeländer hat er beispielsweise selbst verantwortet. An den Stellen, wo die Schlösser bis vor kurzem noch hingen, kann man die Schäden erkennen. „Der Lack wird dort von Feuchtigkeit unterwandert und das schädigt das Metall,“ sagt Riegg.

Alternative muss sein

Doch dass die Stadt nun keine alternative Anbringungsmöglichkeit für Liebende abseits der Brücken anbieten wird, dass will Reiner Riegg nicht gelten lassen. Deshalb plant er die Aufstellung einer Skulptur, an der alle Verliebten ihre Schlösser anbringen sollen dürfen. Wie zwei ineinander verschlungene Herzen soll sie aussehen, die wie Rhönräder mit Streben miteinander verbunden sind. 2,50 Meter groß und sechs Meter lang soll die Konstruktion sein.

Platz für 4000 Schlösser

Einen Standort gibt es auch schon, berichtet Reiner Riegg. Hubbrücken-Retter Rolf Onnen hat angeboten, die Herzen auf dem Gelände des Kavaliers Scharnhorst und somit in Blickweite zum bisherigen Schlössermagneten Sternbrücke aufstellen zu lassen. 4000 Stück sollen an den Metallstreben nach Rieggs Vorstellungen Platz finden.

Für das Frühjahr geplant

Noch sucht er nach Unterstützern, die das Projekt materiell, ideell und finanziell unterstützen wollen. Dennoch geht er fest davon aus, dass verliebte Paare bereits im kommenden Frühjahr ihre metallenen Zuneigungsbeweise daran anschließen können.

Kontakt unter Tel. 0172/3939039.