Schulbauten in Magdeburg

In Sachsen-Anhalt sind für die öffentlichen Schulen bis auf wenige Ausnahmen Land und Kommunen zuständig. Das Land stellt die Lehrer und sorgt für den Unterricht – die Kommunen sind für die baulichen Hüllen, aber auch für weitergehende Angebote zuständig. Mit im Boot ist das Land bei Investitionen, wenn Fördermittel fließen. Dies geschieht allerdings nicht in dem Maße, wie sich das die Magdeburger Stadtpolitik erhofft.

Neben dem Bereich der öffentlichen Schulen gibt es in Magdeburg eine vielfältige Landschaft an Schulen in freier Trägerschaft. Auch hier wird investiert. U. a. wird derzeit die Evangelische Sekundarschule hergerichtet und auch der Neuen Schule stehen umfangreiche Arbeiten bevor. (ri)

Magdeburg l Große Summen investiert die Stadt auch nach dem Ende der Sommerferien in die Gebäude der Schulen in kommunaler Trägerschaft. In der Sitzung des Schulausschusses gab es vom Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement (KGM) einen Zwischenbericht über die Arbeiten. Berufsbildende Schulen „Hermann Beims“: Der neue Standort in der Bodestraße in Lemsdorf hat inzwischen eine Dämmung. Auch die Fenster sind fertig. Arbeiten an der Sporthalle sollen im Januar 2020 beginnen.

Edithagymnasium: Eine große Baustelle befindet sich derzeit auf dem Gelände des Edithagymnasiums neben dem für den Unterricht genutzten Gebäude und einigen Freiflächen. Auf dem Gelände wächst jetzt die Aula in die Höhe, die zwischen den beiden bislang ungenutzten und zu sanierenden Gebäuden errichtet wird. Neben Schulgebäuden und Freiflächen soll auf dem Gelände auch ein Bereich für den Schulsport hergerichtet werden. Nach der Fertigstellung des Vorhabens sollen die Schüler das derzeit genutzte dritte Gebäude leerziehen. Ursprünglich war geplant, dieses abzureißen. Doch dieser Plan ist derzeit nicht mehr aktuell – womöglich wird dieses Gebäude angesichts steigender Schülerzahlen in Magdeburg auch noch saniert.

Wandgemälde bleibt erhalten

Förderschule Roggengrund: Der Neubau für Schüler mit einer körperlichen Behinderung am Roggengrund in Neu-Olvenstedt liegt im Plan. Die Fertigstellung soll im Dezember 2019 erfolgen. Die Einrichtung soll mehr Platz als die bisherige am Fermersleber Weg bieten. Die Schule ist nicht allein für Schüler aus Magdeburg konzipiert. Wie am alten Standort werden hier auch Kinder und Jugendliche aus den benachbarten Landkreisen lernen, wo der Bau eigener Förderschulen für Körperbehinderte aufgrund der geringen Schülerzahlen, die diese Angebote nutzen würden, nicht lohnt.

Gemeinschaftsschule „Ernst Wille“: Der Plan, das Wandgemälde zu erhalten, funktioniert: Auch die Fördermittelgeber sehen kein Problem, im Bereich der Wandgestaltung eine Innendämmung anzufertigen. Ursprünglich war geplant, das Bild „Organisches und Anorganisches“ von Dietrich Fröhner mit der Dämmung zu überdecken und das Bild darauf nachzuempfinden.

Arbeiten in Diesdorf liegen im Plan

Grundschule Diesdorf: Die Sanierung der Grundschule Diesdorf liegt im Plan. Derzeit laufen Arbeiten am Rohbau, und für den Anbau ist das Fundament gegossen. Grundschule Moldenstraße: In der Moldenstraße in der Alten Neustadt soll ein leerstehendes Schulgebäude als Grundschule wiederbelebt werden. Auch hier läuft die Entwurfsplanung.

Grundschule Ottersleben: Derzeit wird für das neue Gebäude neben der bestehenden Grundschule Ottersleben die Entwurfsplanung erarbeitet. In dieser werden die Details für die Ausschreibungen festgelegt. Daraus wird eine Drucksache erarbeitet, die vom Stadtrat beschlossen werden muss. Grundschule Westerhüsen, Abendgymnasium und Kolleg sowie Gemeinschaftsschule Pablo-Neruda-Straße: Für diese drei weiteren Schulprojekte laufen die Vorbereitungen. Hier steht die Ausschreibung für Planungsleistungen an.

Schulhöfe werden hergerichtet

Grundschule Wilhelm-Kobelt-Straße: Unweit der Hermann-Gieseler-Halle soll eine neue Grundschule gebaut werden, in die die Grundschule Westring einziehen soll. Noch fehlt die Baugenehmigung. Liegt diese vor, kann mit dem nächsten Planungsschritt begonnen werden. Wenn diese abgeschlossen ist, kann auch darüber nachgedacht werden, mit einem Generalunternehmer zu arbeiten. Dies wäre möglich, falls tatsächlich keine Fördergelder fließen. Zwar wurde der Antrag der Verwaltung auf Unterstüzung über ein Integrationsprojekt vom Bund abgelehnt, auf der anderen Seite setzt die Stadt darauf, dass eine mündliche Zusage zur Unterstützung auch eingehalten wird. Der Schulausschuss hat indes einstimmig gefordert, dass der Bau in Angriff genommen werden müsse. Es sei keine Zeit mehr zu verlieren.

Regenbogenschule: Der Anbau für die Regenbogenschule in der Hans-Grade-Straße ist zwar schon in Betrieb. Doch Schlosserarbeiten an Zaun und Geländer stehen noch aus. Schulhöfe: Drei Schulhöfe wurden in den vergangenen Monaten hergerichtet. In den Sommerferien ist zuletzt der der Grundschule Vogelgesang fertig geworden. Hier musste eine Baufirma die Oberfläche noch einmal austauschen, da falsches Material verwendet worden war. In Vorbereitung sind Schulhofsanierungen für die nächsten drei Schulen. Es handelt sich um die Schulen an der Hegelstraße, am Pechauer Platz und ums Sportgymnasium.