Magdeburg l Um die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer im Nordabschnitt des Breiten Wegs zu verbessern, schlägt die Stadtverwaltung Magdeburg vor, neue Markierungen in diesem Bereich aufzubringen. Diese sollen auf der östlichen Seite verdeutlichen, dass es sich um eine Fußgängerzone handelt und Radfahrer entsprechend Rücksicht nehmen müssen.

Fußgänger benachteiligt

Anlass der vorgelegten Stellungnahme der Verwaltung ist ein Prüfantrag von CDU-Stadtrat Thomas Brestrich, der auf der April-Sitzung des Stadtrates angenommen worden war. Darin hatte er beklagt, dass die Belange von Fußgängern stets hintenangestellt werden würden, hinter jenen der Auto- und Radfahrer. Dabei sollten doch alle Verkehrsteilnehmer gleichwertig behandelt werden, hatte er argumentiert.

Konkret im Blick hat er den Abschnitt der Fußgängerzone zwischen Ernst-Reuter-Allee und Universitätsplatz. Zum Beispiel im Bereich Katharinenturm oder Alter Markt käme es häufig zu Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern, weil Letztere den durch Pflastersteine markierten Bereich als Radweg interpretieren und entsprechend dort entlangfahren.

Fehlinterpretation verhindern

Brestrich forderte Lösungen, um „die bestehenden Fehlinterpretationen von Radfahrern, dass es sich um einen Radweg handeln würde, zu beseitigen“. Da offizielle Beschilderungen zurückgenommen werden mussten, kämen nur noch Markierungen wie reflektierende oder bunte Kinderfußabdrücke infrage, so Thomas Brestrich. „Dies würde zu einer erhöhten Aufmerksamkeit von Radfahrern und der damit angestrebten Entspannung der oft engen Situationen führen.“

Die Verwaltung sieht nun offensichtlich ebenfalls Handlungsbedarf und schlägt vor, das Verkehrszeichen Z 242 StVO „Fußgängerzone“ mehrmals als Markierungszeichen aufzubringen. „Dadurch wird allen Verkehrsteilnehmern wiederholt die Verkehrssituation – Fußgängerzone – verdeutlicht und die Sicherheit für Fußgänger verbessert“, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme.