Magdeburg l Das nächste Mega-Bauprojekt in der Innenstadt von Magdeburg nimmt nach Jahren der Vorplanung nun konkrete Formen an: Die Verlängerung der Strombrücke über die Alte Elbe hat jetzt mit einer sogenannten Bauablaufberatung begonnen, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Volksstimme fasst den aktuellen Stand zusammen:

Bauanlaufberatung:
Im Tiefbauamt der Stadtverwaltung hat die Bauanlaufberatung stattgefunden. Sie kann als Auftakt für die praktische Umsetzung des Strombrückenbaus betrachtet werden, nachdem Vorarbeiten wie Munitionssuche etc. abgeschlossen sind. Amtsleiter Thorsten Gebhardt und Projektleiter Karsten Eins hatten alle am Projekt beteiligten Vertreter geladen, um unter anderem auch einen ersten Bauablaufplan vorzustellen. Unter den etwa 80 Teilnehmern waren u. a. die Auftragnehmer aus den Unternehmen Hochtief, SEH und Kemna sowie auch die Bauoberleitung und Bauüberwachung der Großbaumaßnahme.

Auftraggeber:
Die Arbeitgebergemeinschaft besteht aus Vertretern der Landeshauptstadt Magdeburg, den Städtischen Werken Magdeburg (SWM), der Abwassergesellschaft Magdeburg (AGM) sowie dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA).

Was wird gebaut:
Neben der einhüftigen Pylonbrücke über die Alte Elbe – die künftig die stark beschädigte Anna-Ebert-Brücke entlasten soll – gehören dazu auch die neue Brücke über die Zollelbe sowie die Sanierung der bestehenden Neuen Strombrücke und die Notsicherung der Anna-Ebert-Brücke.

Bauzeit:
Die Bauzeit soll vier Jahre betragen, sodass Ende 2023 der Verkehr auf den neuen Brücken rollt. Bis dahin sind in verschiedenen Phasen Sperrungen und Umleitungen vorgesehen.

Sperrungen:
Die erste Sperrung betrifft die Straße Am Winterhafen, die schon ab Ende des Jahres für die komplette Bauzeit vollgesperrt werden muss. Weitere Sperrungen betreffen etwa ab Anfang 2022 den Heumarkt, der umgestaltet wird, sowie die Neue Strombrücke etwa ab Mitte 2022. Das bestehende Bauwerk über die Stromelbe muss umfassend saniert werden und wird daher für rund neun Monate vollgesperrt. Der Kfz-Verkehr wird in der Zeit über die Stadtparkstraße und die Sternbrücke umgeleitet, für Fußgänger und Radfahrer wird es im Baustellenbereich eine kleine Behelfsbrücke geben.

Weitere Schritte:
Nach den im Vorfeld erfolgten Arbeiten zum Freimachen des Baufeldes – darunter die Kampfmitteluntersuchungen, die Rodung der gesamten Trasse sowie zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen zum Schutz der Umwelt – werden derzeit die Flächen zur Baustelleneinrichtung hergestellt. Noch in diesem Jahr werden zudem die ersten Baucontainer aufgestellt, sodass es Anfang 2020 mit dem Brückenbau losgehen kann.