Magdeburg l „Was soll das denn werden?“, wundert sich ein älterer Mann beim Anblick der futurisch anmutenden Konstruktion, die dort an der Ecke Morgenstraße/Heinrichstraße aus dem Boden wächst. Dabei handelt es sich aber keineswegs um eine Installation moderner Kunst. Vielmehr werden seit dieser Woche auf der Fläche die neuen Klettergerüste für den Spielplatz aufgebaut.

Das Areal war zuletzt im Jahr 1997 saniert worden. Üblicherweise wird nach 15 Jahren wieder investiert, am Spielplatz an der Morgenstraße war also dringender Handlungsbedarf. Deshalb steckt der Stadtgartenbetrieb nun gut 250.000 Euro in den Komplettumbau, der somit einem Neubau gleichkommt.

Baumhäuser als Vorlage

Baubeginn war Mitte Juli. Nachdem die vorherige Anlage zurückgebaut wurde, ist jetzt bereits der Grundriss der neuen Spielbereiche zu erkennen. In dieser Woche wurden die Klettergerüste in einzelnen Kisten verpackt angeliefert und werden nun nach und nach zusammengesetzt und aufgestellt. Nach Angaben der Stadt sollen sie von Baumhäusern inspiriert sein, was im aktuellen Zustand allerdings noch nicht zu erkennen ist.

Es sollen Bereiche für jüngere Kinder bis sechs Jahre und ältere bis 12 Jahre entstehen. Außerdem soll es einen Treffpunkt für alle Generationen geben, auf dem alle Altersgruppen zusammen spielen können. Ein Radtrainer und ein Karussell wird es u. a. geben.

Bauarbeiten bis nächsten Monat

Bis kommenden Monat sollen die Arbeiten mindestens noch dauern, abhängig von der Witterung. Einen offiziellen Eröffnungstermin gibt es noch nicht.

Auf der jüngsten Sitzung der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neue Neustadt hatte es bei der Vorstellung des Projekts kritische Stimmen gegeben, weil anders als sonst üblich bei der Gestaltung keine Kinder aus der Umgebung beteiligt worden waren. Außerdem sorgen sich Anwohner, dass der Spielplatz nach der Sanierung auch in den Abend- und Nachtstunden zum Treffpunkt wird.

Die Stadt hat 2019 bereits zwei Spielplätze eröffnet. In Sudenburg wurde der „Spielplatz der Nationen“ errichtet, in Ottersleben wird in der „Welt der Bienen“ gespielt. 580.000 Euro wurden insgesamt investiert.