Magdeburgt l Seit dem Jahr 2004 ist die Ortslage Rothensee Teil des sogenannten Anpassungsgebiets. Ziel war es hier, dass „bestehenden Missstände im Interesse des Erfolgs die im städtebaulichen Entwicklungsbereich Rothensee“ beseitigt würden. Dies sollte über eine Angleichung der Baustrukturen an die städtebauliche Eigenart der Ortslage Rothensee erfolgen, über die Verbesserung der Wohnverhältnisse durch Gebäudesanierung und -modernisierung und die Schaffung einer neuen Gebietsqualität. Für Letztere nennt die Stadt die Verzahnung des Rückbaus mit gezielten Aufwertungsmaßnahmen, heißt es in dem Bericht zum Stand der Entwicklung in dem Viertel.

Die Anpassungsmaßnahmen sollten eine „Sogwirkung“ für die nähere Umgebung entfalten und zu ergänzenden baulichen Aktivitäten im angrenzenden Gebiet führen. 15 Jahre nach dem Start des Programms konstatiert die Magdeburger Stadtverwaltung: „Der überwiegende Teil der erhaltenswerten Mehrfamilienhäuser im Gebiet wurde bereits entsprechend der Zielsetzung saniert.“ In der Eschenröder Straße wurden zwei Plattenbauten komplett zurückgebaut. Die Sanierung der verbliebenen Plattenbauten ist jetzt vorgesehen

Einfamilienhäuser in Norden

Weiterhin hatte der Stadtrat die Aufstellung des Bebauungsplanes Forsthausstraße in der Ortslage Rothensee beschlossen. Der Bebauungsplan ist seit der Veröffentlichung im Amtsblatt der Landeshauptstadt im August 2015 rechtsverbindlich. „Damit wurde im Anpassungsgebiet verbindliches Baurecht vornehmlich für Wohnbebauung in Form von Einfamilienhäusern geschaffen und dadurch die städtebauliche Ordnung und Entwicklung für die Nachnutzung der Grundstücke gesichert“, so die Stadt zum Stand der Entwicklung.

Beim Blick in die Bevölkerungszahlen der vergangenen Jahre lässt sich nur noch eine leicht rückläufige Einwohnerzahl feststellen. Ende 2010 gab es so noch 2884 Menschen mit Hauptwohnsitz in Rothensee. Von 2017 auf 2018 war die Einwohnerzahl noch von 2769 auf 2715 gesunken.