Die eingesammelten Fahrräder können bis 11. Januar abgeholt werden

Die aus dem Stadtbild entfernten Fahrräder sind für deren Besitzer indes nicht verloren – sie wurden vorläufig „in amtliche Verwahrung genommen“. Wer nachweisen kann, dass sich unter den umgesiedelten Drahteseln sein Fahrzeug befindet, kann dessen Herausgabe beanspruchen. Den sogenannten Herausgabeanspruch muss er im Ordnungsamt der Landeshauptstadt Magdeburg mit Sitz im Neuen Rathaus, Bei der Hauptwache 4, geltend machen.

Zeit: Die Fahrräder können dort zu folgenden Öffnungszeiten abgeholt werden. Geöffnet ist montags, dienstags, donnerstags und freitags jeweils von 9 bis 12 Uhr und dienstags zusätzlich von 14 bis 17.30 Uhr. Ansprechpartner für die Fahrradeigentümer ist Gerd Dorn, der im Zimmer 4.7 in der zweiten Etage sitzt. Er ist telefonisch zu erreichen unter 0391/540 21 57. Weitere Termine können aber auch unter der Telefonnummer 0800/540 7000 vereinbart werden.

Verwertung: Fahrräder, deren Eigentümer sich nicht bis zum 11. Januar kommenden Jahres melden, sollen möglichst verwertet werden. Optionen dafür sind beispielsweise die Versteigerung oder die Weitergabe an Dritte. Falls eine Verwertung des Fahrrads aufgrund dessen Zustands keinen Erfolg verspricht, wird es vernichtet. (ri)

Magdeburg l Ein Fahrrad darf nicht ewig an seinem Platz im öffentlichen Raum stehen. Zumindest, wenn der sich in der Magdeburger Innenstadt befindet. Denn Fahrräder, die hier über Wochen nicht bewegt werden, bei denen teilweise Räder fehlen oder die sonst in irgendeiner Weise fahruntüchtig sind, werden mitgenommen. Und zwar nicht von Dieben, sondern von Mitarbeitern der Stadtverwaltung.

Aktion auch 2016 geplant

Am Dienstag war es nun wieder so weit: Der Stadtordnungs- dienst sammelte in der Innenstadt offenbar ungenutzte Fahrräder ein. 28 dieser herrenlosen Drahtesel haben die Angestellten der Stadt aus dem Stadtbild entfernt. Am Konrad-Adenauer-Platz, wo sich der Ausgang des Hauptbahnhofs zum Zentralen Omnibusbahnhof befindet, wurden neun Fahrräder vom Handlauf der Rollstuhlfahrerrampe entfernt, um den Zugang zum Hauptbahnhof für Bürger mit Gehbehinderung zu gewährleisten. Weitere neun Fahrräder wurden vom Willy-Brandt-Platz auf der anderen Seite des Hauptbahnhofs und zehn Fahrräder im Breiten Weg eingesammelt.

Wie die Stadt nach der „Verhaftung der Drahtesel“ am Dienstag informiert, sollen auch im kommenden Jahr mehrmals nicht mehr genutzte Fahrräder in der Innenstadt fortgeschafft werden. Nicht zuletzt geht es darum, die teils knapp bemessenen Plätze an Fahrradständern nicht von ungenutzten Fahrrädern belegen zu lassen.

Idee für Fahrradparkhaus wird untersucht

In der Verwaltung ist das Problem fehlender Stellplätze für Fahrräder angekommen, aber auch im Stadtrat. Während der Debatte um den Haushalt hat der Stadtrat auf gemeinsamen Antrag aller Fraktionen beschlossen, dass das Rathaus ein Konzept zur Einrichtung und zum Betrieb eines Fahrradparkhauses erstellen lassen soll. Die Kosten dafür werden auf 5000 Euro veranschlagt. Bereits in der Vergangenheit war eine solche Idee sowohl innerhalb des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs als auch vom Centermanagement des City Carrés thematisiert worden.