Magdeburg l Stadtweit sorgen 25.000 Lampen dafür, dass sich die Magdeburger auch nachts sicher durch ihre Stadt bewegen können. Rund 2500 Laternen erledigen diese Aufgabe auf moderne, sparsame Weise: Sie sind bereits auf LED (englisch: light emitting diodes) umgerüstet, berichtet Tiefbauamtsleiter Thorsten Gebhardt auf Nachfrage.

Der Vorteil der Leuchtdioden: Einmal montiert, sorgen die zumeist kaltweißen Lichter dafür, dass das Stadtsäckel erheblich geschont wird. „Die LED verursachen nur rund 50 Prozent der Betriebskosten im Vergleich zu den alten Natriumhochdruck-Dampflampen“, sagt Gebhardt. Schon nach rund acht Jahren haben sich die Investitionen amortisiert.

Magdeburg rüstet schrittweise um

Seit vier Jahren ist die Stadt Magdeburg dabei umzurüsten. Der Wechsel Tausender Leuchten sei aber nicht auf einmal zu stemmen. „Wir machen das schrittweise, aber konsequent“, berichtet Gebhardt. Immer dort, wo neu gebaut oder saniert werde, komme LED-Lichttechnik zum Einsatz. Das wird z. B. beim neuen Tunnel am Hauptbahnhof der Fall sein, nennt er ein Beispiel.

Der Magdeburger Ring, eine der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt, war Vorreiter. Hier hatte Oberbürgermeister Lutz Trümper im November 2014 die Parole „Spot an!“ mit sparsamen LED ausgegeben und das Licht wieder angeknipst – nach 13 Jahren Dunkelzeit auf dem Ring. Aus Kostengründen waren die Leuchten entlang der Fahrbahnen so lange aus geblieben.

Magdeburg investiert 300.000 Euro

Für die moderne LED-Beleuchtung auf dem Ring investierte die Stadt Magdeburg bislang knapp 300.000 Euro. Die 14 Ring-Kilometer sind bis auf ein kleines Teilstück inzwischen komplett umgerüstet.

Nur auf dem Abschnitt vom Editharing bis zur Albert-Vater-Straße kommt die LED-Technik später, da hier noch im Zuge des Baus der neuen Straßenbahntrasse zwischen Stadtfeld und Neustädter Feld gebuddelt werden muss. Ein Teil der neuen Trasse verläuft dann genau an dieser Stelle des Rings. „Es wäre Unsinn, da jetzt schon Geld in die Hand zu nehmen“, sagt der Tiefbauamtsleiter.

LED-Licht an der Bundesstraße 1

An der Bundesstraße 1 leuchten derweil auch schon moderne Lampen, erkennbar an dem kaltweißen Licht. Dieses taghelle Licht ist am sparsamsten in der Unterhaltung, erläutert Gebhardt. Und werde daher hauptsächlich an den klassischen Verkehrsstraßen eingesetzt.

Gemütliche, warmweiße LED seien hingegen nur an ausgewählten Punkten wie dem Domplatz installiert worden. „Das machen wir dort, wo vornehmlich Passanten unterwegs sind. Diese Leuchten sind von der Energiebilanz aber nicht so gut wie die kaltweißen“, lautet Gebhardts Erklärung.

43.000 Euro für 60 LED-Lampen

Auch 2018  sind bereits LED-Straßenlampen installiert worden. 60 Stück wurden am August-Bebel-Damm zwischen Wiedersdorfer Straße/ A2-Abfahrt und Grabower Straße angebaut. Kostenpunkt: circa 43.000 Euro. Der nächste Abschnitt des Bebeldamms wird gerade ausgeschrieben. Der Abschnitt bis Hohenwarther Straße ist dann an der Reihe.

Auch der Stadtpark Magdeburg steht laut Gebhardt schon auf der Liste. Einen Termin, wann die Straßenbeleuchtung der Stadt komplett mit LED funktioniert, gibt es derweil nicht. Auch aus Kostengründen. „Das ist noch ein weiter Weg“, räumt Gebhardt ein. Doch die Stadt habe diesbzüglich einen „guten Fahrplan“, findet er.