Magdeburg l Viele Magdeburger werden den „Eismontag“ Anfang März wohl nicht vergessen. In den frühen Morgenstunden des 5. März 2018 hatten sich Straßen und Wege in Magdeburg nach Eisregen in pure Rutschbahnen verwandelt. Rettungsdienste waren im Dauereinsatz, die Krankenhäuser meldeten überfüllte Notaufnahmen, der Winterdienst lief mit voller Kraft. Es war einer der schlimmsten Eiseinsätze seit Jahren, konstatierte Winterdienstchef Andreas Stegemann.

Jetzt, da die Temperaturen fast schon sommerliche Ausmaße angenommen haben, zeigen sich auf den Straßen und Wegen auch die Schäden, die vor allem die späten und harten Fröste im März hinterlassen haben. Wie die Volksstimme aus dem Tiefbauamt erfuhr, summieren sich die bereits sichtbaren und sofort zu reparierenden Winterschäden 2018 auf rund 200.000 Euro.

Zwölf Tonnen Belag verbaut

Das sei jedoch ein durchschnittlicher Wert, da es verhältnismäßig wenige, wirklich Schaden verursachende Frost-Tau-Perioden gegeben habe. „In einigen Straßen entstanden Schlaglöcher, die von den Mitarbeitern der Bauhöfe des Tiefbauamtes repariert werden“, erklärt Roland Giese. Diese Schäden verteilten sich auf die ganze Stadt Magdeburg und würden jetzt nach und nach ausgemerzt. Oft sind es nur kleine Flächen von einem Viertelquadratmeter, aber auch die läppern sich. Zwölf Tonnen Belag wurden allein für den „kleinen Flickenteppich“ bisher verbaut.

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Doch es gibt auch größere Schäden, und diese betreffen Straßen, die ohnehin schon vorbelastet waren. Über Jahre angestaut haben sich die Schäden zum Beispiel in der Osterweddinger Straße. Sie muss in diesem Jahr umfassend repariert werden. Der genaue Termin steht noch nicht fest. Auf der Liste stehen auch größere Reparaturen nach Winterschäden am Olvenstedter Graseweg und an der Lumumbastraße. Auf dem Magdeburger Ring in Höhe Pfahlberg wurden schon Ausbesserungen vorgenommen, berichtet das Tiefbauamt.

350.000 Euro pro Jahr für Reparaturen

Insgesamt gibt die Stadt Magdeburg für Erhaltungsmaßnahmen auf den Asphaltstraßen jährlich rund 350.000 Euro aus.

Gut zu tun hatte auch der Winterdienst in der zurückliegenden Kältesaison. 21 Einsatztage für die Großräumfahrzeuge zählte Winterdienstchef Andreas Stegemann am Ende. Das sind fast genau so viele wie im Vorjahr: Im ersten Quartal 2017 war die Räumflotte an 20 Tagen unterwegs. Bemerkenswert: Bei den Einsätzen Anfang dieses Jahres schlug der März deutlich stärker ins Kontor: Elf der 21 Einsatztage lagen im frostreichen März, während der Winterdienst im Januar und Februar kaum zu tun hatte.

Genug Streusalz und Splitt auf Lager

An Streugut verbrauchte die Stadt diesmal 1440 Tonnen Salz und 147 Tonnen Splitt, etwa so viel wie im Vorjahr. Auf Lager hatte sie 2300 Tonnen Salz und 400 Tonnen Splitt, also ausreichend.