Magdeburg l In fehlenden Fachkräften und der Konkurrenz durch den Internethandel sehen die Magdeburger Einzelhändler aktuell die größten Herausforderungen. 75 Prozent, und damit deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt, sehen die Gewinnung von Fachkräften als Problem. Das geht aus einer Studie des Meinungsforschungsinstitutes Ipsos hervor, die im Auftrag der Commerzbank erstellt wurde. Bundesweit wurden 3500  Händler um ihre Einschätzung gebeten, darunter 50  Einzelhändler aus Magdeburg.

Im Hinblick auf die Konkurrenz aus dem Internet versuchen die Händler, mit eigenen Online-Angeboten gegenzusteuern. 31 Prozent gaben an, stationär und online aktiv zu sein. 63  Prozent bieten zum Beispiel an, Waren im Internet zu bestellen und im Ladengeschäft abzuholen, 50  Prozent bieten die Bestellung im Ladengeschäft und eine Lieferung nach Hause an. Demgegenüber stehen 59  Prozent, die ihre Produkte aber nach wie vor lediglich im Ladengeschäft verkaufen. Mehr als jeder zweite Einzelhändler vernetzt die unterschiedlichen Vertriebskanäle miteinander.

Magdeburger wollen mehr Parkplätze

Die Unternehmer wurden auch gefragt, was sie von ihrer Stadt erwarten. Hier wurde an erster Stelle der Wunsch nach mehr Parkmöglichkeiten (53  Prozent) genannt. Der Ausbau der Breitbandversorgung folgt auf Rang zwei (41  Prozent). Investitionen in die Attraktivität der Innenstadt sind an dritter Stelle.

Insgesamt bewerten die Einzelhändler die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Branche als gut. 47  Prozent der Magdeburger gaben an, dass sich die Branche sehr gut entwickelt hat, 29  Prozent sagten, die Entwicklung sei stabil geblieben. 22  Prozent der Händler sagten, die Lage habe sich verschlechert.

Positiver Blick ins Jahr 2019

Und auch der Blick ins Jahr 2019 fällt überwiegend positiv aus: 33  Prozent der Magdeburger erwarten eine Stabilisierung auf hohem Niveau mit positiver Entwicklung in 2019. 49  Prozent rechnen mit einer Stabilisierung mit kurzfristigen Rückgängen. Nur 12 Prozent sehen eine eher rückläufige wirtschaftliche Entwicklung.

Rückschlüsse aufs vergangene Jahr können diese Erwartungen stützen. Demnach berichten 18  Prozent, dass in den vergangenen fünf Jahren deutlich mehr Kunden in ihre Geschäfte gekommen seien, 29  Prozent, sagen, es seien etwas mehr Kunden in ihre Geschäfte gekommen, 33  Prozent haben keine Veränderung gesehen, insgesamt 18 Prozent der Befragten gaben eine leicht oder stark rückläufige Entwicklung der Kundenfrequenz an.