Bildung

Tanzprojekt an Magdeburger Grundschule stärkt Toleranz und Selbstvertrauen

Bei einem einwöchigen Tanzprojekt konnten die Mädchen und Jungen der vierten Klasse der Grundschule „Am Pechauer Platz“ in Magdeburg ihr Selbstbewusstsein und soziale Kompetenzen stärken.

Von Konstantin Kraft
Die Viertklässler der Grundschule „Am Pechauer Platz“ präsentierten  das Ergebnis des Tanzprojektes bei einer Abschlussveranstaltung ihren Mitschülern und Eltern.
Die Viertklässler der Grundschule „Am Pechauer Platz“ präsentierten das Ergebnis des Tanzprojektes bei einer Abschlussveranstaltung ihren Mitschülern und Eltern. Foto: Grundschule „Am Pechauer Platz“

Magdeburg - Eine Woche lang drehte sich für die Viertklässler der Grundschule „Am Pechauer Platz“ alles ums Tanzen. Im Rahmen des Projektes „Tanz Toleranz“ erarbeiteten die Jungen und Mädchen eine gemeinsame Choreographie. Dank der Lockerungen bei der Corona-Situation durften sie diese bei einer Abschlussveranstaltung am Ende der vergangenen Woche dann sogar ihren Mitschülern und Eltern präsentieren – sichtlich stolz über das erreichte Ergebnis.

Das Tanzprojekt ist vom ehemaligen Breakdance-Weltmeister Nico Hilger initiiert worden. Zum Auftakt der Projektwoche schaute er in der Grundschule in der Witzlebenstraße vorbei. Seit drei Jahren machen die dortigen vierten Klassen mit. Es sei ein echtes Highlight im Alltag der Schüler, unterstreicht Schulleiter Alexander Jantz. „Es geht darum, dass Selbstbewusstsein und die soziale Kompetenz der Kinder zu stärken.“ Der Termin kurz vor dem Wechsel an die weiterführende Schule scheint dafür fast prädestiniert.

Jungen und Mädchen trauen sich zum „Freestyle“

„Das Projekt liegt uns sehr am Herzen“, sagt Jantz. Deshalb wäre es ihm auch so wichtig gewesen, dass es in diesem Schuljahr noch stattfinden konnte. Der ursprünglich avisierte Termin im Frühjahr musste coronabedingt noch ausfallen.

Mindestens für diese eine Woche könnten die jungen Schüler alles hinten anstellen lassen, was es möglicherweise an persönlichen Differenzen gibt. Die Erfahrungen wirken nach. Knapp 60 Mädchen und Jungen waren dabei. Gemeinsam studierten sie eine Darbietung im Bereich Hip-Hop ein.

Betreut wurden die Kinder von der freien Tanztrainerin Anja Mennicke. Im Laufe der Woche wären die jungen Teilnehmer über sich hinaus gewachsen, berichtet die Trainerin. War zu Beginn bei dem einen oder anderen noch ein gewisses Maß an Zurückhaltung spürbar, zeigte sich zum Abschluss fast jeder einzeln oder in kleiner Gruppe gar im „Freestyle“ vor dem Publikum in der Schulsporthalle. Die Botschaft der abschließenden Choreographie hatten die Kinder in den gemeinsamen Tanz übersetzt: „Statt gegeneinander, miteinander zu arbeiten.“ Eine Wiederholung des Tanzprojektes im nächsten Schuljahr ist schon fest eingeplant.