Magdeburg l Hunderte Mitarbeiter der Deutschen Post AG streiken am Freitagmittag in der Magdeburger Innenstadt. Nachdem auch in der dritten Verhandlungsrunde für die rund 130.000 Tarifbeschäftigten des Unternehmens kein Durchbruch erzielt werden konnte, will die Gewerkschaft Verdi damit den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen.

Die Mitarbeiter fordern 6 Prozent mehr Lohn sowie die Möglichkeit, die Tariferhöhung in Freizeit umwandeln zu können.

Neben jenen aus Magdeburg gehen auch die Beschäftigten aus den Niederlassungen in Dresden, Leipzig, Erfurt, Halle und Berlin auf die Straße, um für ihre Forderungen einzutreten. Bisher verweigere die Deutsche Post ein Angebot zu linearen Einkommenserhöhungen in diesem Jahr, wie Verdi mitteilt.

"Wenn die Arbeitgebervertreter nicht bereit sind, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, müssen wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln reagieren", so der für den mitteldeutschen Raum verantwortliche Fachbereichsleiter der Gewerkschaft, Andreas Wiedemann. "Die Kundgebung ist ein erstes Signal - weitere Aktivitäten sind bereits vorbereitet. Es liegt in der Verantwortung unserer Verhandlungspartner, inwieweit eine Umsetzung der Planungen erfolgen muss", so Wiedemann.