Verkehr

Temposchwellen in Magdeburg-Rothensee werden wieder abgebaut

Wenige Monate nachdem sie installiert wurden, sind die Temposchwellen in der Oebisfelder Straße in Magdeburg-Rothensee wieder verschwunden. Stattdessen kommt nun ein Parkverbot.

Von Stefan Harter 25.07.2021, 00:01
Die Bodenschwellen in der Oebisfelder Straße in Magdeburg-Rothensee wurden wieder entfernt.
Die Bodenschwellen in der Oebisfelder Straße in Magdeburg-Rothensee wurden wieder entfernt. Foto: Stefan Harter

Magdeburg - Im April 2021 waren sie quasi über Nacht aufgetaucht, genauso schnell sind sie nun wieder verschwunden. Die Rede ist von den Bodenschwellen in der Oebisfelder Straße. Vom Tiefbauamt waren sie installiert worden, nachdem sich Anwohner über ständige Geschwindigkeitsübertretungen beschwert hatten, hieß es damals von der Stadtverwaltung.

Das Grundproblem werde mit den Bodenschwellen aber nicht gelöst, hatte da schon Wolfgang Ortlepp, Vorsitzender der IG Rothenseer Bürger, kritisiert. Denn die Oebisfelder Straße werde von vielen Lkw als Transitstrecke genutzt, die vom oder zum Rothenseer Industrie- und Gewerbegebiet unterwegs sind. Entsprechend dicht ist der Verkehr mitunter in der engen Straße. Bei Gegenverkehr wird es dann schwierig.

Mobile Parkverbotsschilder

Die bessere Lösung wären deshalb Seitentaschen, in denen nicht geparkt werden darf, damit Autofahrer dem Gegenverkehr ausweichen können. Mit mobilen Parkverbotsschildern war das auch versucht worden. Nur habe sich kaum jemand daran gehalten, berichtete Ortlepp jetzt in der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Rothensee.

Statt zu kontrollieren, seien dann am Dienstag nach einem Brief aus dem Tiefbauamt an ihn nicht nur die Schwellen, sondern auch die mobilen Verbotsschilder entfernt worden. Dafür soll nun aber ein festes Parkverbot in Höhe der Hausnummer 5 eingerichtet werden, um dort das Ausweichen bei Gegenverkehr zu ermöglichen, zitierte Ortlepp aus dem Brief. Die Polizei habe nichts dagegen, die Freiwillige Feuerwehr Rothensee begrüßt das sogar.

Feste Schilder kommen

Magdeburgs Verkehrsbeigeordneter Jörg Rehbaum, Gast der GWA-Sitzung, entschuldigte sich für den Vorgang und erklärte, dass die mobilen Schilder erst mit der Installation der festen Variante hätten entfernt werden sollen. Wann das passiert, teilte er nicht mit.