Magdeburg l Geht es nach Bewertungen aus dem Internet, erreicht der Magdeburger Zoo unter 160 Tierparks in Deutschland lediglich den 106. Platz. Zu diesem Ergebnis kommt das Internetportal Testberichte.de. Untersucht wurden Zoos, die Mitglied im Verband der Zoologischen Gärten e. V. oder der Deutschen Tierpark-Gesellschaft bzw. bei zoo-infos.de als Zoo oder Tierpark aufgeführt sind.

Grundlage der Auswertungen waren alle verfügbaren Google-Rezensionen (Minimum: 100 Bewertungen). Bei gleichem Bewertungsschnitt wurde nach der Anzahl der Bewertungen gewichtet – je mehr, desto besser. Wurden zwei Google-Einträge zur selben Einrichtung gefunden, wurde der Eintrag mit mehr Bewertungen berücksichtigt. Einen der Zoos besucht hat für das Ranking niemand. Und auch Eckdaten für die einzelnen Zoos wurden zwar erhoben, sind jedoch nicht in das Ranking eingeflossen.

Zoo Leipzig hat meiste Bewertungen

Der Leipziger Zoo erhielt mit 20.891 die meisten Bewertungen und schneidet mit der Note 4,7 ab. Der hallische Zoo erhält mit 5073 Bewertungen insgesamt die Note 4,5. Der Zoologische Garten Magdeburg hat mit 3468  Bewertungen die Note 4,3 bekommen. Am schlechtesten schneidet der Eifelzoo Lünebach in Rheinland-Pfalz ab. Für diesen Zoo gab es bei 337  Bewertungen die Note 3,3.

Insgesamt sind in die Erhebung 423.759  Bewertungen eingeflossen.

Zoochef Kai Perret nimmt das Ergebnis gelassen. Zum einen beruht das Ranking nicht auf einer konkreten Untersuchung des Zoos, zum anderen würden sich bei Google-Bewertungen häufig Leute beschweren, die zum Beispiel keinen Parkplatz gefunden haben oder an der Kasse mal etwas länger warten mussten.

Englischer Experte sieht Magdeburg vorn

Viel wichtiger ist ihm die Bewertung des englischen Zooexperten Anthony Sheridan. Ganz im Gegenteil zum Ranking von Testberichte.de sah der internationale Zooexperte Anthony Sheridan im Jahr 2019 den Magdeburger Zoo im europäischen Vergleich in der Gruppe der Zoos mit mehr als 250.000  Besuchern pro Jahr sogar auf Rang 2.

Sheridan besucht die Zoos selbst und bewertet sie nach den Kategorien „Besucherfaktoren“, „Bildung, Natur und Artenschutz“ sowie „Wirtschaftliche und organisatorische Faktoren“. Das sei für Perret ausschlaggebend.