Magdeburg l Verwandte und Bekannte des verstorbenen Magdeburgers haben sich am Abend des 16. Mai 2018 vor dem Haus des Angreifers in Rothensee versammelt. Dort kam es zu Tumulten. Grund: Der Beschuldigte, der zwei Tage zuvor den 39-Jährigen geschlagen hatte, ist wieder auf freiem Fuß.

Sein Opfer war nach der Schlägerei in seiner Wohnung bewusstlos zusammengebrochen und vor Ort verstorben.

Am Dienstag war der Angreifer einem Haftrichter vorgeführt worden und landete in Untersuchungshaft. Doch die Obduktion hat ergeben: Der Tod sei nicht auf das Handeln des Verdächtigen zurückzuführen, erklärte ein Sprecher der Magdeburger Staatsanwaltschaft am Donnerstagmorgen auf Nachfrage der Volksstimme. Deswegen sei die Voraussetzung für die Untersuchungshaft nicht mehr gegeben.

Ein Dutzend Personen warteten am Mittwochabend auf den Beschuldigten vor dessen Haus. Es kam zu einem Streit. Ein Zeuge verständigte die Polizei. Zehn Polizeibeamte waren in Rothensee vor Ort, um die beiden Lager voneinander zu trennen, erklärte ein Sprecher der Polizei. Zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam es nicht.