Magdeburg l In regelmäßigen Abständen werden Übernachtungsgäste in Magdeburg im Rahmen der sogenannten Permanenten Gästebefragung um ihre Meinung gebeten. Auftraggeber ist die Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt.

Am Dienstag haben der Tourismusverband Elbe–Börde–Heide, die Magdeburg Marketing Kongress und Tourismus GmbH und Ralf Trimborn, Geschäftsführer des Tourismus- und Freizeitinstituts inspektour die Auswertung für den Raum Magdeburg vorgestellt. MMKT-Chefin Sandra Yvonne Stieger sagt: „Magdeburg und die Region gewinnen stetig an Attraktivität.“

Das zeige sich nicht allein in den Übernachtungszahlen. Die Tourismusexpertin sagt: „Ganz besonders freut mich die positive Resonanz auf unsere Stadtführungen.“ Irene Mihlan, Geschäftsführerin des Tourismusverbands, sagt: „Bereits zum vierten Mal liegen die ,Salzige Tour‘ und die ,Süße Tour‘ ganz vorn beim Interesse für künftige Aufenthalte.“ Jeweils mehr als 20 der 400 der befragten Besucher hatten diese touristischen Ziele als Grund genannt, warum sie noch einmal wiederkommen würden.

Eher mäßig fielen dabei die Magdeburger Moderne mit einem Prozent, das Ringheiligtum Pömmelte oder das Thema Luther aus. Ralf Trimborn erläutert: „Man muss bei der Interpretation immer im Blick behalten, dass es sich um eine Momentaufnahme aus dem Jahr 2016 handelt, und dass hier auch zu erkennen ist, wo es sich lohnt, ein Thema besser zu positionieren.“

Ausgewählte Ergebnisse im Überblick:

Anreise
84 Prozent der befragten Besucher sind in Magdeburg wie in der gesamten Region mit dem Auto angereist. Zehn Prozent kamen mit der Bahn und drei Prozent mit dem Wohnmobil (Gesamtregion Elbe–Börde–Heide: 6 bzw. 5 Prozent).

Aktivitäten
Auf die Frage nach den Aktivitäten während ihres Aufenthalts entfielen 76 Prozent der Antworten der in Magdeburg Befragten auf die Gastronomie­besuche (Gesamtregion Elbe–Börde–Heide: 70 Prozent). Es folgten 61 Prozent mit dem Besuch von Parks und Gärten (57 Prozent), 60 Prozent mit Stadtführungen (50 Prozent), 44 Prozent mit Wandern (51 Prozent) sowie 36 Prozent mit Radfahren (44 Prozent). Mehrfachnennungen waren möglich.

Attraktiv
Auf die Frage, was besonders gefallen hat, verwiesen in Magdeburg 30 Prozent auf das Ortsbild und die Grünanlagen (Region: 20 Prozent). An zweiter Stelle folgten die Sehenswürdigkeiten mit 15 Prozent (15 Prozent), die Seen und Flüsse sowie der Wassersport mit 12 Prozent (11 Prozent), die Freizeit- Kultur-, Unterhaltungsmöglichkeiten mit 9 Prozent (10 Prozent) sowie der Komplex Natur, Landschaft, Wald und Allen mit 6 Prozent (13 Prozent).

Unattraktiv
Minuspunkte gab es in Magdeburg für den Bereich Dreck, Schmutz, Tiere mit 19 Prozent (Region: 9 Prozent). 15 Prozent kritisierten das Ortsbild, Baumängel und Grünanlagen (Region: 18 Prozent), mit Wetter, Klima und Luft waren 11 Prozent (16 Prozent) nicht zufrieden, ebenfalls 11 Prozent kritisierten die Gastronomie (21 Prozent). 7 Prozent (9 Prozent) empfanden das Angebot an Freizeit-, Kultur-, Unterhaltungs- und Ausflugsmöglichkeiten als unattraktiv.