Magdeburg (el) l Gleich drei Senioren wurden am 6. September 2018 zum Opfer von Trickdieben. Gegen 12.30 Uhr war eine 82-Jährige betroffen, die in der Weitlingstraße nahe ihrer Wohnung von zwei unbekannten Frauen angesprochen wurde. Die 82-Jährige kam gerade vom Einkaufen und die Frauen boten der Rentnerin an, ihre Einkaufstaschen in die Wohnung zu tragen. Die Frau nahm das Angebot dankend an.

An der Wohnungstür angekommen, bat dann eine der Frauen um ein Glas Wasser. Die 82-Jährige ließ sie daraufhin in ihre Wohnung. Das war ein Fehler: Während die 82-Jährige das Glas Wasser befüllte, durchsuchte eine der Täterinnen die Wohnung. Als die Frauen die Wohnung verlassen hatten, waren auch drei Briefumschläge mit Bargeld verschwunden. Das teilte Polizeisprecherin Beatrix Mertens am Freitag mit.

Tausende Euro Bargeld gestohlen

Am späten Nachmittag schlugen Trickdiebe dann im Fermersleber Weg zu. Ein 74-Jähriger schaute aus dem Fenster seiner Wohnung, als ihn eine unbekannte Frau ansprach und vorgab, Vorhänge dabei zu haben, die seine Frau bestellt hätte. Der Rentner ließ die Frau in die Wohnung. Während er sich mit ihr in der Küche aufhielt, betrat vermutlich eine weitere Person unbemerkt die Wohnung. Erst als die Frau wieder gegangen war, bemerkte der 74-Jährige, dass mehrere tausend Euro Bargeld fehlten.

Das dritte Opfer war am Donnerstag eine 92-jährige Magdeburgerin. Sie wohnt in der Herderstraße. Gegen 19.20 Uhr klingelten zwei unbekannte Frauen an der Wohnungstür und gaben sich als Mitarbeiterinnen eines Pflegedienstes aus. Während eine Frau unter einem Vorwand ein großes Tuch hochhielt, verschaffte sich die Mittäterin Zugang zu den einzelnen Räumen. Im Nachhinein musste die 92-Jährige feststellen, dass sämtliche Schränke durchwühlt und Bargeld entwendet wurde.

Zusammenhang noch offen

Bereits in der vergangenen Woche kam es zu solchen Diebstählen. Die Täter waren unter dem Vorwand, dem nicht angetroffenen Nachbarn eine Nachricht zu hinterlassen, in die Wohnungen ihrer Opfer, 89 und 93 Jahre alt, gelangt, um diese zu bestehlen. „Ob es einen Zusammenhang zwischen den Straftaten gibt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen“, erklärt Beatrix Mertens.

Die Polizeisprecherin macht deutlich: Die Betrüger würden sich immer wieder neue Varianten einfallen lassen, um in die Wohnung zu gelangen.“Sie bitten um Hilfe oder eine Gefälligkeit, täuschen Amtspersonen vor, behaupten Sie zu kennen und geben an von einer Dienstleistungsfirma zu kommen.“ In Wirklichkeit wollen sie aber nur in die Wohnung gelangen, um die Bewohner zu bestehlen. „Alle Opfer helfen dabei unbewusst mit, weil sie zu vertrauensselig oder hilfsbereit sind. Lassen Sie es nicht soweit kommen.“ Gesundes Misstrauen gegenüber Fremden habe nichts mit Unhöflichkeit zu tun.