Magdeburg l Noch bis Ende Januar können sich Gewerbetreibende aus Magdeburg an einer Umfrage zum Coffee-to-go-Becher beteiligen. Die Stadtverwaltung will damit bei Bäckereien, Tankstellen und weiteren Gewerbetreibenden das Interesse an einem Rabatt- oder Mehrwegbechersystem erfragen.

Gewerbetreibende, wie beispielsweise Bäckerfachbetriebe, Bäckereiketten und Tankstellen, die Kaffee für unterwegs anbieten, wurden angeschrieben und um eine Teilnahme an der Umfrage gebeten. Die Verwaltung möchte die Beteiligten in den Entscheidungsprozess zur Reduzierung von Einwegbechern einbeziehen und ist sehr an den Standpunkten der Gewerbetreibenden interessiert, sagte eine Sprecherin. Die Umfrage ist anonym und freiwillig. Die Auswertung der Daten, die schriftlich oder online erhoben werden, erfolgt vom Amt für Statistik. Die anschließende Ergebnisveröffentlichung ist ebenfalls anonym, hieß es weiter.

Zu hohes Abfallaufkommen

Hintergrund ist, dass die Nutzung von Einwegpappbechern zu Nachteilen im Stadtbild führt, da diese im öffentlichen Raum diffus entsorgt werden und nicht immer im Papierkorb landen. Die Vielzahl an To-go-Produkten führt generell zu höherem Abfallaufkommen, das reduziert werden soll. Ziel der Umfrage ist es, herauszufinden, ob Anbieter des Coffee-to-go auf Einwegbecher verzichten möchten, bereits eigene Lösungen gefunden oder Interesse an einem Rabatt- oder Mehrwegbecherpfandsystem haben. Städte wie Berlin oder Leipzig haben sich ebenfalls dieses Problems angenommen und ein Rabattsystem und ein Mehrwegbecherpfandsystem unterstützt. In der Landeshauptstadt Magdeburg wurde das Thema vom Stadtrat eingebracht.

Wer in Magdeburg Kaffee für unterwegs verkauft und noch keinen Fragebogen erhalten hat, kann sich an den Städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb unter der Rufnummer 03 91/540 46 66 oder per E-Mail an abfallberatung@sab.magdeburg.de wenden.