Magdeburg l Der Bahnübergang kurz vor dem Haltepunkt Magdeburg-Beyendorf (Strecke Magdeburg-Oschersleben) muss seit Freitagabend, 24. April 2020, händisch geschlossen werden. Grund: Unbekannte rissen das Kabel des so genannten Anrückemelders heraus und legten es auf die Gleise. Dieser Melder sorgt dafür, dass bei einem nahenden Zug die Schranken automatisch geschlossen werden.

Ein Zug fuhr über die Kabel und durchtrennte es. Die Täter zerstörten zudem einen Relaiskasten.

Die Schranken funktionieren laut Bundespolizei trotzdem, werden nun allerdings manuell von einem Fahrdienstleiter in Halberstadt betätigt. Immer dann, wenn er auf seinem Monitor einen Zug in diesem Bereich erkennt, löst er ein Warnsignal aus und schließt die Schranken.

Lebensgefahr durch eine dauergeöffnete Schranke habe für Autofahrer und andere querende Verkehrsteilnehmer nicht bestanden. Im Notfall würden Schranken geschlossen bleiben, erklärte eine Sprecherin der Bundespolizei. Zudem sei der Bahnübergang voll vernetzt. Eine Störung werde sofort in der Zentrale angezeigt.

Wie lange die Reparatur des automatischen Melders und der Kabel dauert, ist noch unklar.

Die Bundespolizei bittet um Hilfe aus der Bevölkerung und fragt: Wer hat am Freitagabend gegen 23.30 Uhr an dem Bahnübergang etwas Auffälliges gesehen und kann Angaben zu Personen und/oder Fahrzeugen machen? Hinweise werden unter anderem in der Bundespolizeiinspektion Magdeburg unter Telefon 0391/56549-555 entgegengenommen.