Magdeburg l Nach einer Verfolgung durch Magdeburg hat die Polizei am Donnerstagnachmittag einen Mercedes gestoppt. Grund: Ein Beifahrer soll zuvor auf der Autobahn 14 einen Jeep beschossen haben. Bei dem 24-jährigen Mann fanden die Beamten eine Schreckschusswaffe, einen kleinen Waffenschein sowie Munition, teilte die Polizei mit. Doch was war zuvor geschehen?

Die Polizei schildert den Fall so: Der 32-jährige Jeep-Fahrer meldete gegen 16.15 Uhr, dass er auf der A14 in Richtung A2 unterwegs ist. Ein Mercedes fuhr vor ihm. Plötzlich hielt jemand aus dem Beifahrerfenster eine Waffe raus und feuerte diese mehrfach auf sein Auto ab. Der Jeep-Fahrer rief die Polizei und fuhr dem Mercedes hinterher.

Es begann eine Verfolgung. Die Polizei konnte den Mercedes zunächst nicht stoppen. Der Fahrer versuchte die Beamten auf dem Magdeburger Ring durch verschiedene Manöver abzuhängen, fuhr beispielsweise eine Abfahrt runter, wendete und fuhr dann sofort wieder auf den Ring, so eine Sprecherin. Doch die Beamten ließen sich nicht abschütteln. Auf Höhe Mittagstraße konnte der Mercedes gestoppt werden.

Im Mercedes saßen drei Personen, 19, 21 und 24 Jahre alt. Beim 24-jährigen Beifahrer aus Tangerhütte wurden die Waffen und das Zubehör gefunden. Waffe und Waffenschein wurden sichergestellt. Der Jeep-Fahrer wurde laut Polizei nicht verletzt. Auch das Auto sei nicht beschädigt.

Warum und ob es genau so zu dem Vorfall kam, ist noch unklar. Auslöser könnte eine Belästigung auf der Autobahn gewesen sein. Die Ermittlungen dauern an.