Magdeburg l Anlass für eine Verkehrsuntersuchung auf den von der Liebknechtstraße abzweigenden Zufahrten zum Schlachthof sind die aktuellen Pläne für das Magdeburger Areal: Eine Grundschule und ein Einrichtungsmarkt sollen an der Wilhelm-Kobelt-Straße sowie Wohnhäuser beiderseits der Straße Am Handelshof entstehen. Da dadurch zwangsläufig noch mehr Autos als ohnehin schon das Gebiet befahren, soll das Verkehrskonzept entsprechend angepasst werden.

Die ersten Ergebnisse des beauftragten Ingenieurbüros für Verkehrsanlagen und -systeme (IVAS) wurden nun veröffentlicht. Demnach sind die Knotenpunkte Zum Handelshof und Schlachthofstraße bereits jetzt so stark ausgelastet, dass dort jeweils schon derzeit eine Ampel erforderlich ist. An der letzteren Kreuzung ist diese auch bereits in Planung.

An der Einfahrt zur Kobeltstraße soll nach Aussage der Verkehrsexperten hingegen auch künftig keine Ampel notwendig sein, weil sich die Spitzenzeiten für Anfahrten zur Schule und zum Möbelmarkt zeitlich nicht überschneiden würden. Weil der Lieferverkehr allerdings Probleme beim Einfahren bekommt, sollte die Kreuzung baulich angepasst werden, empfehlen die Planer. Anderenfalls sollte nach einer alternativen Anfahrt gesucht werden.

Bilder

Ihrer Schätzung nach wächst die Zahl der Pkw, die täglich auf den drei Zufahrten unterwegs sind, von derzeit im Schnitt 8600 Fahrzeugen auf dann 14.500 Fahrzeuge. Entsprechend ist die Rede von einer „enormen Verkehrszunahme“ vor allem im Bereich der Kobeltstraße.

Weiterhin empfehlen sie die Bushaltestelle im Schlachthof barrierefrei auszubauen, weil ihre Nutzung steigen wird. Außerdem soll das „besonders lärmintensive“ Pflaster in der Schlachthofstraße durch eine Asphaltschicht ersetzt werden. Schließlich sollte es künftig einen durchgehenden Gehweg bis hinauf zur Westringbrücke geben.