Magdeburg l Zum Ende Juni 2019 schließt das Bürgerbüro Ost in der Tessenowstraße in Magdeburg. Damit geht die Stadtverwaltung ihren eingeschlagenen Weg zur „Neuausrichtung der Bürgerbüros“ weiter, wie es aus dem Rathaus heißt. Angesichts der voranschreitenden Digitalisierung der Verwaltungsdienstleistungen müsse sich nach Ansicht der Stadtverwaltung die derzeit kleinteilige Struktur der Bürgerbüros mit fünf Standorten den zukünftigen Herausforderungen anpassen. Heißt: mehr Online-Angebote, weniger Büros.

Beim Standort Tessenowstraße kommt hinzu, dass die Straßenverkehrsabteilung, die das Objekt gemeinsam mit dem Bürgerbüro nutzt, mehr Platz und auch Personal braucht. Hintergrund hier ist die gesetzliche Regelung zum Zwangsumtausch der Führerscheine. Alle Führerscheine, die vor Januar 2013 ausgegeben wurden, müssen bis zum Jahr 2033 – gestaffelt nach Jahrgängen – umgetauscht werden. Dies betrifft allein für die Zeit bis Januar 2014 etwa 35.000 bis 40.000 Führerscheine, heißt es aus der Stadtverwaltung. Auf das Straßenverkehrsamt kommt also eine Menge Arbeit zu.

Amt wird umgestaltet

Um den Andrang der Führerschein-Umtauscher zu bewältigen und dabei auch bessere Voraussetzungen für die Einhaltung des Datenschutzes bei Gesprächen mit dem Bürger zu gewährleisten, soll der Schalterbereich des Bürgerbüros mit den acht Arbeitsplätzen für das Straßenverkehrsamt entsprechend umgestaltet werden.

Die Mitarbeiter aus dem Bürgerbüro Ost sollen in den anderen vier Standorten eingesetzt werden und hier temporäre Personalengpässe ausgleichen. Außerdem verspricht sich die Stadtverwaltung eine höhere Verfügbarkeit der Mitarbeiter für die Bevölkerung. Magdeburger, die bisher das Bürgerbüro in der Tessenowstraße genutzt haben, können sich an einen der vier anderen Standorte wenden.

Bürgerbüro Mitte soll umziehen

Das Bürgerbüro Mitte bleibt zunächst am jetzigen Standort in der Leiterstraße. Laut Stadtverwaltung wird aber auch hier an einem Umzugsplan gearbeitet. Zunächst war ein Umzug in das Domviertel im Gespräch. Dieser Plan wurde mittlerweile verworfen. Derzeitig werde an einer neuen Unterbringungsvariante an einem zentral liegenden Standort gearbeitet, hieß es aus dem Rathaus.