Tunnelbaustelle

Warten auf Haltestelle am Kölner Platz in Magdeburg

Wenn der Tunnel Magdeburg Ende 2022 fertig wird, gehen Stationen unter den Brücken noch nicht in Betrieb. Die MVB setzen auf eine Provisorium.

Von Martin Rieß
Rohre ragen aus dem Boden, wo ein Gelände installiert werden soll. Auf dem Podest soll das Haltestellenhäuschen stehen.
Rohre ragen aus dem Boden, wo ein Gelände installiert werden soll. Auf dem Podest soll das Haltestellenhäuschen stehen. Foto: Martin Rieß

Magdeburg - Zwar soll der Tunnel am Hauptbahnhof Ende 2022 für den Autoverkehr freigegeben werden, und auch die Straßenbahnen sollen dann wieder auf direktem Wege zwischen Damaschkeplatz und Otto-von-Guericke-Straße fahren. Nur: Die Haltestelle Hauptbahnhof Nord, wie die neue Straßenbahnstation am Kölner Platz heißen soll, wird zu dem Zeitpunkt noch längst nicht fertig sein.

Fahrt ohne Schleife fest eingeplant

Und doch wollen ab Oktober die MVB keineswegs auf die direkte Strecke verzichten. Immerhin sparen sie im Gegensatz zur Umleitung durch die Hasselbachstraße etwa drei Minuten pro Fahrt. Das macht auf manchen Linien eine Straßenbahn aus, die zusätzlich eingesetzt werden muss. Für die Fahrgäste würde das lange Strecken zu Fuß bedeuten. So gibt es beispielsweise auf der Strecke zwischen Olvenstedter Platz und Innenstadt zwischen Goethestraße und der neuen Haltestelle City-Carré keine reguläre Haltestelle.

MVB-Sprecher Tim Stein berichtet, dass dies keine Option für sein Unternehmen ist. Daher laufen derzeit Verhandlungen, dass zwischen der Freigabe der Strecke Ende 2022 und der Fertigstellung der neuen Haltestelle Hauptbahnhof-Nord am Kölner Platz eine Ersatzhaltestelle eingerichtet werden soll. Sie soll sich unter den Eisenbahnbrücken etwas weiter in Richtung Innenstadt befinden.

Provisorium am Damaschkeplatz

„Außerdem werden wir bereits in diesem Herbst eine Ersatzhaltestelle am Damaschkeplatz einrichten“, berichtet Tim Stein. Sie soll in erster Linie die Wege zum Busbahnhof verkürzen.

Christian Fuß leitet das Tunnelprojekt seitens der Stadt und erläutert, warum der Bau der regulären Haltestelle am Kölner Platz noch dauern wird: „Vom Bauablauf her muss jetzt erst einmal der komplette Fußweg auf der Nordseite der Ernst-Reuter-Allee gepflastert werden.“ Der Zuschlag dazu ist erteilt. Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, können auch auf der Südseite der Strecke, auf der Fußgänger und Radfahrer derzeit unterwegs sind, das Provisorium abgerissen und das endgültige Pflaster eingebaut werden.