Magdeburg l Als würde die derzeitige Dürre nicht schon genug von Wasserversorgern und Wasserkunden abverlangen, so kommt mit einer Havarie nun noch eine große Herausforderung auf beide zu. Die einen mussten Donnerstag mehrere Stunden auf fließendes Wasser aus dem Hahn verzichten. Die anderen waren fieberhaft mit der Ursachensuche und der Schadenbeseitigung beschäftigt.

Was letztlich den Längsriss in der Wasserleitung unter der Sohlener Straße ausgelöst hat, konnte Donnerstag nicht geklärt werden, sagte Kornelia Kolberg von den Städtischen Werken Magdeburg. Am Vormittag war der Schaden der 20 Zentimeter dicken Wasserleitung bemerkt worden. Über den Riss in der Leitung trat Wasser aus. Im Umfeld rund um die Sohlener Straße fiel in den Haushalten entweder die Wasserversorgung ganz aus oder es kam zu Druckschwankungen. Die Städtischen Werke richteten zur Wasserversorgung der betroffenen Anwohner zwei Wasserentnahmestellen ein.

An der Kreuzung mit der Atzendorfer und der Holsteiner Straße konnten sich Betroffene selbst Wasser ziehen für die übergangsweise Versorgung. Zu den Nutzern gehörte auch die kleine Freya. Mit ihrer Oma Andrea füllte die Dreijährige ihre Trinkflasche auf.

Mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern gehört die Leitung zu den mittelgroßen Rohren im Versorgungsgebiet, sagte Kornelia Kolberg weiter.

Weil die Leitung in der Mitte der Straße liegt, mussten Bauarbeiter für die Reparatur ein etwa drei mal drei Meter großes Loch schachten. Das hatte zur Folge, dass die Sohlener Straße für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt werden musste.

Etwa 50 Haushalte waren von der Havarie betroffen. „Wir gehen davon aus, dass es sich um die unmittelbaren Anlieger und die Bewohner der umliegenden Straßen gehandelt hat“, schätzte Kornelia Kolberg weiter ein. Die Straße muss für Restarbeiten voraussichtlich bis Freitagmittag voll gesperrt bleiben. Danach soll sie durch eine einseitige Öffnung der Fahrbahn für den Verkehr aufgehoben werden.