Magdeburg l Das geplante Besucherinformationszentrum für das historische Schiffshebewerk Rothensee in Magdeburg sowie das Wasserstraßenkreuz soll an einem neuen Standort errichtet werden. Bislang war vorgesehen, das Infozentrum mit Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen sowie einer Besucherterrasse mit Ausblick auf das Wasserstraßenkreuz am Schiffshebewerk zu errichtet. Das geht nicht, da das Grundstück entwidmet ist, nicht dem Bund gehört. Nun ist geplant, das Infozentrum in ein Neubauvorhaben der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) zu integrieren.

Die WSV plant den Bau einer Großleitzentrale für die Schleusen. In dieser Zentrale könnte das Infozentrum untergebracht werden. Vorgesehen ist der Bau auf der sogenannten Schleuseninsel zwischen der Sparschleuse und dem oberen Vorhafen des Schiffshebewerkes.

Keine Änderungen am Konzept

Die Planungen für die Großleitzentrale befinden sich noch ganz am Anfang, wie Wirtschafts- und Tourismusbeigeordneter Rainer Nitsche sagt. Daher sei noch nicht absehbar, wann es losgehen kann. Mit dem neuen Standort sei man allerdings „sehr zufrieden“. Das Infozentrum stünde dann zwar nicht direkt am Schiffshebewerk, dennoch binde der neue Standort den ganzen Komplex ein. „Man kann dadurch das gesamte Wasserstraßenkreuz entdecken“, so Rainer Nitsche.

Am Grundkonzept des Infozentrums ändere sich nichts. Das bedeutet: Der Bund baut das Zentrum, um sowohl das technische Denkmal Schiffshebewerk als auch das moderne Wasserstraßenkreuz touristisch besser zu vermarkten. Auch Touristiker Nitsche sieht großes Potenzial in der Vermarktung des Ensembles Hebewerk, Trogbrücke und Sparschleuse. Die Stadt Magdeburg übernimmt die Kosten für den Betrieb des Besucherinformationszentrums.

Die Bedeutung des Schiffshebewerkes und des Wasserstraßenkreuzes sehen auch die Nachbarlandkreis Börde und Jerichower Land, die sich jährlich finanziell am Hebewerk beteiligen. Beigeordneter Nitsche war 2018 bereits auf Werbetour bei den Nachbarn, um auch für das Infozentrum zu werben. Inwieweit sich die Kreise auch in das Infozentrum einbringen, ist momentan noch unklar. Das liegt aber auch daran, dass noch keine konkreten Zahlen und Daten vorliegen. Bei der nächsten Regionalkonferenz im Frühherbst 2019 will Rainer Nitsche mit den Nachbarn nochmals auch über das Infozentrum sprechen. Dann möglicherweise mit konkreteren Zahlen.