Magdeburg l Wenn jetzt nach dem Weihnachtsmarkt 2019 die Vorbereitungen für den nächsten Magdeburer Budenzauber ab 23. November 2020 anlaufen, dann steht der Kauf von neuen Glühweintassen ganz oben auf der Vorhabenliste. Die Weihnachtsmarktbesucher haben nämlich das einheitliche Glühweinglas des Weihnachtsmarktes so liebgewonnen, dass die Tasse trotz des Zwei-Euro-Pfandes nur selten zurückgegeben wurde.

„Ja, die Tasse hat sich zu einem Verkaufsrenner entwickelt“, bestätigt auch Paul-Gerhard Stieger. Der Weihnachtsmarktgeschäftsführer hatte mit den Händlern erstmals 2018 eine einheitliche Glühweintasse eingeführt. Der Vorteil: Marktbesucher können die Glastasse an allen Ständen kaufen und abgeben. Ein „Wandern“ von Stand zu Stand mit dem Glas in der Hand wurde somit möglich. Der Einsatz der Tasse ist übrigens für alle Händler Pflicht. Budenbezogene Tassen sind aber weiter möglich.

Tassen werden in Deutschland produziert

Bereits beim Auftakt 2018 hatte sich die Einheitstasse so gut verkauft, dass sie nachgeordert werden musste. 2019 schlug sie dann noch mehr ein. Die 30.000 Tassen, die zum Start des Marktes Ende November 2019 in Umlauf gebracht worden waren, mussten alsbald ersetzt werden. Weitere 30.000 Tassen wurden gekauft - übrigens nicht wie zu vermuten in China, sondern bei einer Firma in Süddeutschland.

Rund ein Euro kostet die Glastasse im Masseneinkauf. Der Gewinn von einem Euro werde komplett an die Händler weitergegeben, so Stieger. Einkäufer der Tassen sind die Glühweinstandbetreiber. Die Weihnachtsmarkt GmbH sammle aber alle Bestellungen und löse sie dann als Großeinkauf aus, erklärte Stieger das Verfahren. Dabei setze man bewusst weiterhin auf eine Tasse aus Glas. Die Argumente: Diese Tassen seien stapelbar. Und der Käufer sehe, was sich im Glas befinde.

Keine Sondermotive geplant

Für die neue Saison ab 23. November 2020 werden nun erneut 30 000 Tassen geordert. Dabei wolle man das Design beibehalten. Von einer Auflage mit Spezialmotiven wie etwa in Leipzig („Sandmännchen“) sehe man noch ab. Bei zu großer Nachfrage wie in Leipzig, wo bei der Auslieferung von Tassen teilweise Sicherheitspersonal eingesetzt werden musste, könnte sich das Image des Magdeburger Weihnachtsmarktes auch ins Gegenteil verkehren, so Stieger.