Magdeburg l Die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamts hatten am 1. Adventswochenende nicht frei, sondern griffen rund um den Magdeburger Weihnachtsmarkt durch. Ziel der Kontrollen war der ruhende und fließende Verkehr.

Obwohl die Geschwindigkeitsmessung angekündigt worden war und zudem das Messgerät auf der Ernst-Reuter-Allee gut sichtbar am Straßenrand stand, konnten zahlreiche Temposünder festgestellt werden. So wurde am Adventssonntag zwischen 11 und 17.30 Uhr in der Ernst-Reuter-Allee die Tempobegrenzung auf 30 Kilometer/Stunde kon-trolliert. 452 Verstöße gegen das Geschwindigkeitslimit wurden erfasst. Der Spitzenreiter fuhr 57 Kilometer/Stunde.

Zudem mussten insgesamt 14 Autos abgeschleppt werden, weil diese unerlaubt auf Schwerbehindertenparkplätzen, Parkplätzen für Elektrofahrzeuge oder Busse standen.

So wurde beispielsweise der Bus eines Reiseunternehmens auf einem Parkplatz am Schleinufer am Wegfahren gehindert. Die Fahrzeugführer müssen nun jeweils ein Bußgeld in Höhe von rund 200 Euro begleichen.

Busse kommen nicht durch

Problematisch sei auch die Verkehrssituation in der Weitlingstraße/ Ecke Julius-Bremer-Straße gewesen, heißt es weiter aus dem Rathaus. Dort wurden regelmäßig Autos unerlaubt im eingeschränkten Halteverbot geparkt, weshalb die MVB-Busse nur unter schwierigen Bedingungen abbiegen konnten. Alle Falschparker wurden erfasst, sie erwartet in den kommenden Tagen ein Verwarngeld in Höhe von 25 Euro.

Bereits am 30. November hatte das städtische Ordnungsamt in den Mittagsstunden die Geschwindigkeit auf der Ernst-Reuter-Allee auf Höhe des Allee-Centers gemessen. Von 899 erfassten Fahrzeugen waren 288 zu schnell. Der Spitzenreiter fuhr 71 Kilometer/Stunde. Dieser Verstoß bedeutet einen Monat Fahrverbot, zwei Punkte sowie 200 Euro Bußgeld.

Die Geschwindkeitsmessungen werden über die gesamte Zeit des Weihnachtsmarktes zu wechselnden Zeiten fortgesetzt, kündigt die Stadtverwaltung an. Das Tempo 30 in der Reuterallee wurde zum Schutz der Fußgänger eingerichtet.