Magdeburg l War der Weihnachtsmarkt nun ein Besuchermagnet oder nicht? Wer sich in diesem Jahr zwischen Riesenrad und Glühweinbuden weihnachtlich einstimmen ließ, der dürfte unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben. Es gab Tage, da mussten Besucher an keinem Stand anstehen. Es gab aber auch Phasen - meist sonnabends - wo Gäste wegen der Massen an den Ständen regelrecht vorbeigeschoben wurden.

Wie viel Besucher tatsächlich da waren, lässt sich schwer ermitteln. Tickets gibt es nicht, ebenso wenig kann an den Eingängen per Hand gezählt werden.

Sicherheitskonzept sei aufgegangen

Trotzdem versucht die Weihnachtsmarkt GmbH jedes Jahr, die Besucherzahlen zu ermitteln und bedient sich dabei seit dem vergangenen Jahr einer sogenannten Frequenzmessung. Danach ist der Markt einmal mehr Millionär hinsichtlich der Besucherfrequenz und kann Steigerungsraten gegenüber dem Vorjahr vorweisen.

Allerdings: Ob mindestens eine Million verschiedene Besucher auf dem Markt waren, ist damit nicht belegt. Geschäftsführer Paul-Gerhard Stieger freut sich trotzdem: „Nach 33 Öffnungstagen endete der Magdeburger Weihnachtsmarkt mit einer erfolgreichen Bilanz.“ Seine Zahlen: Zwischen dem 26. November und 30. Dezember habe es demnach eine Besucherfrequenz von 1,75 Millionen Personen auf dem Alten Markt gegeben.

Frequenz sei gestiegen

Zur Erklärung: Die Weihnachtsmarkt GmbH zählt seit 2017 die Personenfrequenz im Kernbereich des Weihnachtsmarktes. Im Vergleich zum Vorjahr sei demnach die Frequenz um 5,59 Prozent angestiegen. Weihnachtsmarktchef Stieger: „Wir freuen uns über das großartige Ergebnis und die Steigerung der Frequenz zum Vorjahr. Trotz des nasskalten Wetters wurde der Weihnachtsmarkt 2018 sehr gut angenommen.“

Insgesamt sei der Weihnachtsmarkt „sehr harmonisch“ verlaufen. Das Sicherheitskonzept für den Markt habe sich ausgezahlt. Holger Platz, Beigeordneter für Umwelt, Personal und Allgemeine Verwaltung: „Es gab in diesem Jahr wieder eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem Veranstalter auf der einen Seite und der Feuerwehr, der Polizei und dem Magdeburger Ordnungsamt auf der anderen Seite. Zusammen mit dem Sicherheitsdienst auf dem Weihnachtsmarkt konnten auch die Doppelstreifen zwischen der Polizei und dem Ordnungsamt für einen friedlichen Ablauf sorgen.“

Mehr Licht und neue Hütten

Nach dem Markt ist allerdings vor dem Markt. Unmittelbar nach dem Abbau der Buden am 30. Dezember wurden die Planungen für dieses Jahr fortgesetzt. Wichtigste Änderungen: Es wird für die Innenstadt inklusive Markt ein 1,6 Millionen Euro teures neues Lichtkonzept geben. Außerdem werden zahlreiche Buden erneuert. Im Moment liefen die letzten Vorbereitungen zur Ausschreibung für die neue Winterbeleuchtung, so Stieger.

Außerdem soll das Kinderdorf großzügiger gestaltet werden. Los geht‘s am 25. November. Eine Verlängerung über das Weihnachtsfest hinaus ist ebenfalls wieder geplant. Dieses Jahr soll der Markt am 30. Dezember schließen. Die Frequenzzählung soll beibehalten werden.