Magdeburg l Die Stadt Magdeburg wird ihre Otto-Kampagne fortführen. Gleichermaßen soll aber auch ein Konzept entwickelt werden, auf deren Grundlage die Stadtmarke Magdeburg voranzubringen.

Insgesamt sollen dafür 167.000 Euro im Jahr 2019 ausgegeben werden, wie der Magdeburger Stadtrat am 6. Dezember 2018 mit einer Gegenstimme beschlossen hat. Erwartungsgemäß gab es auch in diesem Jahr keine einhellige Zustimmung: Die Linken enthielten sich, ebenso einige Stadträte der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Mit einer Stadtmarke, die sich aus der weiterhin bestehenden Otto-Kampagne ableiten soll, möchte die Stadtverwaltung die Außenwerbung der Landeshauptstadt stärken. Unter anderem sollen positive Punkte, die Magdeburg in den Bereichen Wirtschaft und Wissenschaft, Kultur und Sport, Tourismus, Lebensverhältnisse und Umwelt zu bieten hat, offensiv nach außen getragen werden.

In dem Papier aus der Magdeburger Stadtverwaltung zum Beschluss heißt es: „Die aktuelle Dringlichkeit für einen solchen Prozess ergibt sich aus der Bewerbung Magdeburgs für den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2025. Im Bewerbungsbuch werden fundierte Ausführungen zu einer Marketingstrategie für die Kulturhauptstadt verlangt.“

Mit Blick auf die bisherigen Aktivitäten in der Vermarktung Magdeburgs möchte die Verwaltung dabei auf Kritik eingehen. In der Begründung zum Antrag heißt es: „In der Vergangenheit wurde im politischen Raum in der Umsetzung der Dachmarke Inkohärenz und fehlende Nachhaltigkeit beim Einsatz von Mitteln kritisiert.“ Mit der Erarbeitung eines gesamtstädtischen Marketingkonzepts solle auch dieser, in Teilen nicht unberechtigten Kritik, Rechnung getragen werden, heißt es in dem Papier weiter.