Magdeburg l Auch wenn es derzeit alles andere als grünt und blüht – der Klosterbergegarten in Magdeburg dient auch mitten im derzeit eiskalten Winter als Ruhe- und Erholungsort für Spaziergänger, Jogger und Radfahrer. Die werden allerdings seit Monaten ausgebremst.

Hintergrund: Die Wege im Park werden umfassend saniert. Baustart war dafür schon im September 2017. Für rund 852.000 Euro wird ein 2,2 Kilometer umfassendes Wegenetz auf Vordermann gebracht.

Schäden durch Hochwasser

Anlass sind dafür die immer wieder auftretenden Schäden durch Hochwasser. Wenn die benachbarte Elbe über die Ufer schwappt, ist auch regelmäßig der Park betroffen. Eines der Probleme lautet dann stets: Die Wege sind anschließend beschädigt oder ganz unbrauchbar.

Deshalb hatte sich die Stadt Magdeburg entschieden, zumindest die Hauptwege in einer sogenannten „bituminösen Bauweise“ zu befestigen. Der Vorteil: Diese Wege werden bei Hochwasser nicht weggeschwemmt. Gute Erfahrungen mit solcher Bauweise machte die Stadt bereits im Stadtpark. Auch dort wurden besonders genutzte und gefährdete Wege mit Bitumen ausgebaut.

Seit Wochen passiert nichts

Der Ärger über den Wegebau kam nun auf, weil so lange kein Fortschritt zu sehen ist. Seit Wochen tut sich im Park nichts, kritisiert unter anderen Volksstimme-Leser Stefan Brämer. Warum wird also nicht weiter gebaut?

Die Stadt erklärt auf Nachfrage: Die derzeitige Witterungslage sei schuld. Stadtsprecher Michael Reif: „Die Sanierung der hochwassergeschädigten Wege im Klosterbergegarten ruhen derzeit und können erst bei beständig frostfreier Witterung fortgeführt werden.“

Sanierungsende Juni 2018

In Teilbereichen müssten noch Borde gesetzt und die Tragschicht eingebaut werden. Zum Abschluss werde dann auf allen zu sanierenden Wegen die Deckschicht aufgebracht, heißt es weiter aus der Stadtverwaltung. Das Bauvorhaben werde im zweiten Quartal beendet sein, so Reif weiter, also spätestens im Juni 2018. An den Kosten soll sich nichts ändern.

Nutzer des Parks müssen sich also noch in Geduld üben. Still ruhen nicht nur der See im Klosterbergegarten, sondern auch die benachbarten Baustellen auf den Wegen.