Magdeburg l Gute Nachricht für das Sterntor am Domplatz in Magdeburg. Dank weiterer Spenden kann es mit dem Wiederaufbauprojekt des barocken Portals, das als Zeugnis preußischer Festungsbaukunst in Magdeburg gilt, weiter gehen. Kürzlich hat das Kuratorium zur Wiedererrichtung des Sterntors gemeinsam mit Oberbürgermeister Lutz Trümper Sponsoren ins Magdeburger Rathaus eingeladen. Sie überreichten allein 8000 Euro für den weiteren Aufbau des Portals. Dieses war 1723 als Tor zur Sternschanze errichtet und 1945 durch Bomben beschädigt worden. 2004 hatte sich das Kuratorium gegründet.

Seit 2008 wurde das Sterntor am Domplatz mit eingelagerten Originalteilen wiederaufgebaut, doch vollendet ist es auch nach zehn Jahren noch nicht. Für den aktuellen, dritten Bauabschnitt fehlten bislang noch rund 24.000 Euro. Damit sollen ein Sandsteingesims, eine Blechabdeckung als Wetterschutz und ein Anstrich im barocken Stil bezahlt werden. Erst dann ist der Torbogen komplett.

Magdeburger Sterntor noch ohne Figuren

Doch ein wichtiges Element, die prächtige Figurengruppen obenauf, fehlt noch. Für die „Krönung“ werden noch einmal 250.000 Euro benötigt. Bis 2024 soll das Sterntor wieder in alter Pracht erstrahlen, so der Wunsch des Kuratoriums. Es hofft, dass neben Spenden auch Fördermittel für den Denkmalschutz genutzt werden können. Die ersten Gelder für die Fertigung des Gipsmodells sind beantragt.

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Doch jetzt geht es erst mal um den Abschluss des dritten Bauabschnittes. Ein neuer Freundeskreis mit dem früheren Baubeigeordneten Werner Kaleschky hat fleißig getrommelt und für einen Spendenschub gesorgt. „Ihnen allen möchten wir danken. Neben Firmenspenden sind auch private kleinere Spenden eingegangen. Das ist toll“, freut sich Kuratoriumschef Wigbert Schwenke.

Weit mehr als 20.000 Euro sind in den letzten Wochen eingegangen. Weitere Spenden sind avisiert. Vor diesem Hintergrund sieht auch Rathauschef Lutz Trümper das Vorhaben auf einem guten Weg. „Bei solch einem Projekt geht es darum zu zeigen, dass wirklich viele mithelfen und etwas dazu geben. Da darf es auch mal etwas länger dauern“, findet Trümper, der selbst auch schon für das Sterntor gespendet hat.