Online-Befragung

Wo hakt es beim Verkehr im Osten von Magdeburg?

Mit Wiederaufleben der großen Veranstaltungen im Osten von Magdeburg wird sich auch die Verkehrssituation zuspitzen. Die Stadtverwaltung hat jetzt eine Befragung gestartet, um zielgenau nachsteuern zu können.

Von Konstantin Kraft
Die Sperrungen im Zuge der Bauarbeiten für die neuen Brücken über die Elbe machen die Situation noch komplizierter.
Die Sperrungen im Zuge der Bauarbeiten für die neuen Brücken über die Elbe machen die Situation noch komplizierter. Foto: Konstantin Kraft

Magdeburg - Lange Zeit war es relativ ruhig geblieben rund um die großen Veranstaltungsstätten im Osten von Magdeburg. Coronabedingt war an Sport-Events und Konzerte mit Tausenden Zuschauern seit März 2020 nicht mehr zu denken. Jetzt geht es wieder los. Zum ersten Heimspiel des 1. FC Magdeburg werden am Sonnabend bis zu 15 000 Fußballfans in der MDCC-Arena erwartet. Beim Hummel-Cup des SC Magdeburg sind Ende August bis zu 3000 Zuschauer zugelassen. Unterdessen konnte auch auf der Seebühne im Elbauenpark wieder der Konzertbetrieb aufgenommen werden.

Verbesserung für Wohngebiete

Für Anwohner, die im Umfeld der Arenen und des Messegeländes wohnen, sind die Spieltage und andere Großveranstaltungen in der Vergangenheit regelmäßig zur Geduldsprobe geworden. Verstopfte Straßen und fehlende Parkplätze wurden da ebenso zum Ärgernis wie einzelne Fans, die mangels Toiletten auf dem Weg zum Stadion ihre Notdurft wild verrichteten. All dies könnte nunmehr wieder vermehrt auf der Tagesordnung stehen, erschwert noch durch den Umstand, dass im Zuge der Brückenbauarbeiten eine Reihe von Sperrungen und Umleitungen für zusätzliche Komplikationen auf den ostelbischen Straßen führen.

Um die akuten Problemstellen in den ostelbischen Wohngebieten im Zusammenhang mit den Großveranstaltungen besser zu verstehen und gezielt Lösungen zu entwickeln, hat die Stadtverwaltung bis zum 19. September eine Online-Befragung gestartet. Mit der Befragung soll die Verkehrssituation bei Veranstaltungen analysiert werden, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus. Ziel seien Verbesserungen für die Wohngebiete im Umfeld der Veranstaltungsplätze in Ostelbien.

Der Fragenkatalog richtet sich in erster Linie an Bewohner und Veranstaltungsgäste. Erste Frage für die Anwohner: Fühlen Sie sich durch die Verkehrssituation im Zuge der Großveranstaltungen beeinträchtigt? Wenn ja, wann und wo und von welchen Veranstaltungsstätten geht eine besonders hohe Belastung aus. Anschließend werden mögliche Maßnahmen abgefragt, die zu einer Verbesserung der Situation führen könnten. Dazu gehören etwa Bewohnerparkzonen, Parkgebühren und Beschränkungen, die Einführung von verkehrsberuhigten Bereichen und zeitweisen Straßensperrungen.

Karte für Konfliktstellen

Besucher, die angegeben haben, mit dem Pkw zu den Veranstaltungsorten zu fahren, werden gefragt, warum sie nicht den ÖPNV oder das Fahrrad nutzen. Sind die Entfernungen zur nächsten Haltestelle zu groß, die Fahrtzeiten zu lang oder die Tickets zu teuer? Fehlt es an geeigneten Radwegen zum Stadion, besteht Sorge vor Vandalismus und Diebstahl? Hier sollen allerdings maximal zwei Antworten gegeben werden. Für die Anfahrt mit dem eigenen Kraftfahrzeug werden gleichfalls Hürden abgefragt, etwa Stau und andere Verzögerungen durch Straßensperrungen sowie fehlende Parkplätze.

Auf einer Straßenkarte können nachfolgend Stellen markiert werden, wo ein besonders hohes Konfliktpotenzial gesehen wird. Die Beantwortung der Fragen soll insgesamt zwischen 10 und 15 Minuten in Anspruch nehmen, heißt es von der Stadt. Die Befragung bleibt anonym, es sollen keine Rückschlüsse auf Einzelpersonen gezogen werden können.