Magdeburg l Die Winterzaubergala ermöglicht es Vereinen und gemeinnützigen Institutionen sich Wünsche erfüllen zu lassen. Galagäste pflückten sie von einem „Wunschbaum“ und sorgten dafür, dass sie wahr wurden.

Auch für die vierte Auflage haben sich gewiss schon viele Vereine Gedanken gemacht, was auf ihrem Wunschzettel stehen soll. Doch das Veranstalter-Duo Janine Koska und Martin Hummelt hat schlechte Nachrichten: Es wird im kommenden Jahr keine Winterzaubergala stattfinden.

Kosten können nicht gedeckt werden

Es sei eine „unternehmerisch vernünftige Entscheidung“, erklärt Hummelt. „Wir haben für das Konzept zwar viele Fürsprecher gefunden; viele, die uns tolles Feedback gaben, doch letztlich zu wenig Partner.“

Mit dem FC Magdeburg und dem Paritätischen Sachsen-Anhalt haben sie zwar zwei starke Unterstützer aus dem Bereich Sport und Soziales im Boot gehabt, doch ein dritter aus dem Bereich Wirtschaft fehlte eben. Und das habe sich doch deutlich auf das Finanzierungskonzept ausgewirkt. Zudem seien nicht genügend Tickets verkauft worden, um die Kosten zu decken. „Von Gewinn wollen wir gar nicht reden, aber zumindest die Kosten müssen gedeckt sein.“

Ticketpreise scheinen zu hoch zu sein

Gut 120 000 Euro kostet es, die „Gala des ehrenamtlichen Engagements“ in dieser Form auf die Beine zu stellen. Als Veranstalter legten sie Wert auf ein ansprechendes Programm aus regionalen und überregionalen Künstlern, auf lokale Gastronomie und ein elegantes Interieur. Für 600 Gäste war die Veranstaltung ausgelegt.

Das wiederum bedeutet, dass eine Karte 200 Euro kosten würde. Dass nur wenige Magdeburger bereit sein dürften, diesen Preis zu zahlen, ist den beiden sehr wohl bewusst. So konnten sie nur über weitere Partner die Ticketpreise senken. Die lagen letztlich aber noch bei über 100 Euro.

Konzept muss überdacht werden

Doch scheinbar gibt es nicht genügend Leute, die bereit sind diesen Preis zu zahlen, obgleich sie viel geboten bekommen. „In vielen anderen Städten funktioniert das Konzept. Dort gehört so eine Ehrenamtsgala zum guten Ton“, so Hummelt. In Magdeburg funktioniere es nicht, wie sie feststellen mussten. „Wir übernehmen die Verantwortung dafür; fragen uns natürlich, ob wir mit unserem Konzept an der Zielgruppe vorbei geplant haben und was wir falsch gemacht haben“, gibt Janine Koska zu verstehen. Grundsätzlich schließen sie aber nicht aus, dass es zu einem späteren Zeitpunkt eine Neuauflage der „Winterzaubergala“ kommen könnte. Doch dafür müsse, wie gesagt, das Konzept erst überdacht werden.