Das Immobilien-Forum

Programm: Das Forum startet traditionell mit einer Standorttour zu den Entwicklungsgebieten der Stadt. Dabei handelt es sich sowohl um städtische als auch private Grundstücke, die mit Unterstützung des Baudezernats besichtigt werden. Abgerundet wird der erste Konferenztag mit einer Talkrunde im Kulturhistorischen Museum mit Bürgermeister Klaus Zimmermann und führenden Immobilienentwicklern zu neuen Wohnsiedlungen und gewerblichen Großprojekten in Magdeburg. Der zweite Tag gibt einen internen Einblick in die wirtschaftliche, demografische und städtebauliche Entwicklung der Stadt. Darüber hinaus geben externe Referenten in diversen Fachvorträgen Impulse für den Investitionsstandort Magdeburg.

Weitere Informationen zum Immobilienforum gibt es unter www.immobilienforum.magdeburg.de und bei Ansprechpartnerin Heike Großkopf im Wirtschaftsdezernat. Sie ist telefonisch unter 0391/540-25 32 und per E-Mail an heike.grosskopf@ob.magdeburg.de zu erreichen. (ri)

Magdeburg l Das vierte Magdeburger Immobilienforum „Ausblick“ soll vom 12. bis 13. September 2019 den Fokus auf Flächen in Magdeburg richten, die entwickelt werden können (siehe Infokasten). Die Veranstaltung richtet sich an Investoren, Planer und Projektentwickler und bietet einen Mix aus Standort­tour, Fachvorträgen zur städtischen Entwicklung und Netzwerkaustausch. Mit mehr als 100 Anmeldungen zeichnet sich ein neuer Teilnahmerekord ab.

Rainer Nitsche ist Beigeordneter für Wirtschaft in der Magdeburger Stadtverwaltung sagt: „Dass die Veranstaltung jährlich an Beliebtheit zunimmt, spricht für ihr erfolgreiches Konzept.“ Viele Teilnehmer nutzen das Angebot, sich aus erster Hand über freie Gewerbeflächen und -immobilien zu informieren und Kontakte zu Vertretern der Stadtverwaltung zu knüpfen.

Potenzial in Magdeburg

„Magdeburg wird bei Investoren immer beliebter. Für diejenigen, die das Potenzial der Elbestadt entdeckt haben und hier investieren möchten, bietet das Immobilienforum eine gute Gelegenheit, den Standort näher kennenzulernen“, ergänzt Rainer Nitsche.

Bestätigt wird die Einschätzung der Magdeburger Stadtverwaltung dabei vom Immobilienverband Deutschland IVD. Die Regionalstelle Mitte-Ost dieses Verbands der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen hat sich in ihrem IVD-Immobilien-Preisspiegel auch mit der Entwicklung Magdeburgs auseinandergesetzt. Der in Magdeburg beheimatete Regionalvorsitzende Robert Vesely spricht in seinem Vorwort von einer sehr erfreulichen Entwicklung für die Großstädte Ostdeutschlands bei moderaten Preissteigerungen. Der Verband vertritt 250 Mitgliedsunternehmen in Sachsen und Sachsen-Anhalt und ist damit nach eigenen Angaben die mitgliederstärkste Vereinigung der Branche.

Nur ein leichter Preisanstieg

Zu Magdeburg nennt der Verband eine durchschnittliche Kaltmiete von acht Euro pro Quadratmeter in mittleren Wohnlagen. Auch im Neubau seien acht Euro kalt pro Quadratmeter Magdeburg-typisch. Zu beachten dabei: Bei der Kaltmiete handelt es sich um den Wert allein für die Räume ohne Nebenkosten. Der Quadratmeter-Kaufpreis für Wohnungen liegt nach Einschätzung des IVD in Magdeburg derzeit bei etwa 2200 Euro.

Sehr gute Perspektiven

Beim Trend sieht der Verband sehr gute Perspektiven für Magdeburg. Mit Blick auf eine Studie des Instituts Empirica habe sich die sachsen-anhaltische Landeshauptstadt neben Leipzig sogar an der Spitze der sogenannten Schwarmstädte etabliert. Dies sind jene Städte, die insbesondere für Studienanfänger und für Berufseinsteiger von großem Interesse seien. Als Universitäts- und Forschungsstandort gewinne die Stadt auch dank der Ansiedlung namhafter Unternehmen und der Gründung innovativer Start-ups weiter an Bedeutung. Zum Baugeschehen in der Landeshauptstadt heißt es in dem IVD-Bericht: „Insgesamt verdichtet sich die Stadt zusehends und bisherige Baulücken werden geschlossen.“ Die Preise stiegen moderat an, „so dass weiterhin genügend bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung steht“.

In der Innenstadt werde es schwierig, die Nachfrage nach Wohnraum zu decken, so die Einschätzung des IVD. Auf der anderen Seite bemühe sich die Stadt darum, neue Wohngebiete zu erschließen.