Magdeburg l Mit der Sanierung des zehngeschossigen Wohnblocks Quittenweg 54-60 schließt die Wohnungsgenossenschaft Magdeburg (MWG) die Modernisierung ihres Bestandes im Wohngebiet von Neu-Reform ab. Der erste Bauabschnitt läuft und umfasst u. a. eine Vergrößerung der Balkone und Sanierungen der Fassaden, der zweite soll 2018 ebenfalls von März bis Oktober umgesetzt werden.

Gewerbe im Erdgeschoss geplant

Im Jahr 2006 begann die MWG damit, ihren Reformer Bestand umzugestalten. Neu- und Rückbauten dienten auch dazu, größere Wohnungen zu schaffen. Das Thema „Neubau“ wird auf einer über 3000 Quadratmeter fassenden Fläche im Bereich der Wendeschleife der Juri-Gagarin-Straße neu belebt. Das Areal ist vor zwei Jahren von der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg (Wobau) erworben worden. Die Planungen der Genossenschaft sehen ein sogenanntes modulares Bauen (Projekt „MWG 2020“) vor, wie es bereits bei zwei Wohnbauten an der Neustädter Straße (Altstadt) Anwendung fand.

Mit dem Unterschied, dass im Reformer Neubau neben 29 Wohneinheiten mit einer Wohnfläche von insgesamt über 2000 Quadratmetern auch Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss integriert werden sollen, so MWG-Vorstand Thomas Fischbeck. „Mit dem modularen Bauen haben wir gute Erfahrungen gesammelt“, verweist er. Etwas mehr als fünf Millionen Euro werden in das Bauvorhaben investiert. Vor 2019 werde es aber an der Juri-Gagarin-Straße keine Bauaktivitäten geben, so die realistische Planung. Zuvor gilt es für die MWG, die kostenintensiveren Projekte am Breiten Weg (Domviertel) und der Erzbergerstraße (Luisenturm) umzusetzen.

Vierraumwohnungen sind gefragt

Einer der Hauptgründe für die Neubaupläne ist der Familienzuwachs der Magdeburger, wenn man so will. „Die Nachfrage nach Vierraumwohnungen beispielsweise für Familien ist enorm. Auch in Nord verfügen wir nur noch über wenige Wohnungen, um diese Nachfrage bedienen zu können“, so der MWG-Vorstand.