Magdeburg l Im Giraffengehege des Magdeburger Zoos ist man „guter Hoffnung“, eine der Kühe erwartet Nachwuchs. „Wir rechnen damit, dass das Kalb Mitte/Ende Februar zur Welt kommt“, sagte Zoo-Chef Kai Perret im Volksstimme-Gespräch. Die Tragzeit bei Giraffenkühen dauere 15 Monate. Giraffenkuh „Femke“ ist die zukünftige Mutter.

Wann genau das Kalb auf die Welt kommt, könne bei Giraffen nicht gesagt werden. Man müsse sich da ganz auf die Erfahrung der Pfleger verlassen, die frühzeitig bemerken, wann die Kuh unruhig wird. „Wir werden auch den Fußboden mit ausreichend Stroh auslegen, damit das Kalb möglichst nicht zu hart auf dem Boden landet“, sagt Kai Perret.

Geburt bei Giraffen immer ein Risiko

Er erinnert sich noch zu gut daran, dass vor einigen Jahren ein Kalb kurz nach der Geburt eingeschläfert werden musste, da es so unglücklich auf den Boden gefallen war, dass die hinteren Hüftgelenke schwer verletzt wurden. Das Kalb hätte niemals alleine stehen können. „Bei Giraffen ist die Geburt immer ein Risiko, das man akzeptieren muss.“

Eine gewisse Tragik bekommt das Ganze noch durch den Umstand, dass Giraffenbulle Yoda der Erzeuger von Femkes Kalb ist. Yoda war im September 2018 an Herz- und Kreislaufversagen gestorben. „Leben und Tod liegt in der Natur manchmal sehr dicht beieinander“, sagt Kai Perret.

Zoo hofft auf weiblichen Nachwuchs

Er hofft, dass das Kalb von Femke ebenfalls eine Kuh wird. Das mache die zukünftige Zusammenstellung der Giraffengruppe im Zoo einfacher. Im Augenblick bestehe die Gruppe aus drei Kühen, noch in diesem Jahr soll aus einem anderen Zoo ein Bulle dazukommen. „Dann hätten wir vier Kühe und einen Bullen, der auch familiär, also genetisch nichts mit den Kühen zu tun hätte. Das wäre die perfekte Gruppe“, so der Zoo-Chef.

Sollte der Nachwuchs ein Bulle werden, müsste dieser nach rund eineinhalb Jahren den Magdeburger Zoo verlassen und man müsste sich nach einer vierten Kuh umsehen.

Magdeburg wartet auf Giraffenbullen

Wann und aus welchem Zoo genau der neue Giraffenbulle nach Magdeburg kommt, sei noch offen. „Wir begeben uns jetzt auf die Suche, mal sehen, wann es klappt. Eine zu große Eile haben wir nicht“, sagt Kai Perret.