Magdeburg l Die Fanhilfen aus dem Umfeld der Fanszenen des 1. FC Magdeburg und Union Berlin wollen die Begegnung am Sonntag, 9. Dezember 2018, von einer Parlamentarischen Beobachterin verfolgen lassen. Dabei handelt es sich um die Linken-Abgeordnete Eva von Angern aus dem Landtag von Sachsen-Anhalt. Sie soll die Organisation und den Polizeieinsatz sowie den von Ordnungskräften im Blick haben, hieß es aus Kreisen der Fanhilfe. Hintergrund ist, dass Teile beider Fanlager als verfeindet gelten und die Polizei mit eine Kräften vor Ort sein wird. Die Partie wird am Sonntag um 13.30 Uhr in der MDCC-Arena angepfiffen.

Ärger in Berlin

Bei einer Begegnung zwischen beiden Vereinen 2014 war es in Berlin zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Fans des 1. FC Magdeburg waren dabei von der Polizei festgehalten worden. Ermittlungsverfahren waren eingeleitet worden. An den Maßnahmen hatte es auch Kritik gegeben. Die Polizei soll damals auch Unbeteiligte eingekesselt haben, heißt es aus Fankreisen. 

Beratung der Fans

Die Beobachtung eines Fußballspiels in Magdeburg durch eine Parlamentarische Beobachterin ist nicht neu. Zuletzt hatte eine andere Linken-Abgeordnete den Einsatz von Sicherheitskräften beim Spiel 1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden am 6. Oktober 2018 verfolgt. Anlass war hier, dass es bei einem früheren Spiel zum Konflikten zwischen einheimischer Polizei und Dynamofans gekommen war. Die Beobachterin hatte aber nichts feststellen können. Parlamentarische Beobachter verfügen über keine Sonderrechte oder Befugnisse, sondern sind lediglich von den Fanhilfen ernannt. Die Fanhilfen wiederum stehen Fans bei Konflikten mit Sicherheitskräften vor Ort oder auch später mit Hinweisen und Beratungen zur Seite. Die Fanhilfe in Magdeburg zählt etwa 300 Mitglieder. Sie organisiert auch Fan- und Informationsabende.

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