Osterburg l Die Luftballons zur Stendaler Chausee hin waren noch gar nicht fertig angebracht, da trudelten schon die ersten Leute ein. Mit dem Auto, mit dem Fahrrad. „Das geht ja gut los.“ So sprach am Sonnabendmorgen Benjamin Kühnemann, Filialleiter der Metallgeno Osterburg, die in den letzten Wochen nicht umsonst ihre Fenster zur Straße verdunkelt hatte. Auf rund 700 Quadratmetern ist die laut Kühnemann „derzeit modernste Badausstellung der Altmark“ entstanden. Unter dem Namen „WaschSalon“ werden darin ab sofort die Kunden der Kunden beraten. Die Metallgeno Osterburg ist ein Fachgroßhandel, über Heizung und Sanitär hinaus auch für Stahl und Werkstoffe, für Bau- und Werkzeugtechnik sowie Elektrotechnik. Die Ausstellungseröffnung wurde gemeinsam mit dem 70. Geburtstag des Unternehmens gefeiert.

Torsten Schaaf strahlte am Sonnabend über das ganze Gesicht. Er hat den Hut auf im neuen „WaschSalon“. „Wer kann das schon, seinen Arbeitsplatz selbst gestalten?“ Schaaf ist im Zusammenhang mit der neuen Badausstellung gemeinsam mit den Beraterinnen Jennifer Orrisch und Medea Mertens sowie Außendienstmitarbeiterin Steffi Schulze von Stendal nach Osterburg gewechselt. Die kleinere und bereits betagte Badausstellung am Standort Stendal wurde geschlossen. In Osterburg, wo die Badausstellung ebenfalls überholt war, bot sich eine Erweiterung an. „Hier war mehr Platz und wir liegen gut zentral“, so Schaaf. So sind nunmehr in Osterburg 13 Personen beschäftigt. Hinter der Badausstellung schließt sich mit nochmals rund 950 Quadratmetern der erst im vergangenen Jahr eröffnete neue Verkaufsraum an. „Durch ihn sind die Umsätze um 20 bis 30 Prozent gestiegen“, sagt Kühnemann, der seit vier Jahren am Standort ist und so die – bezogen auf Fachmarkt und Badausstellung – insgesamt rund 1,5 Millionen Euro schwere Investition mit begleitet hat.

Die Metallgeno Osterburg wurde 1949 als Genossenschaft gegründet und nach der politischen Wende zur GmbH & Co. KG umfirmiert. Seit 2015 gehört sie zur Handelshof Stendal GmbH, die jährlich rund 35 Millionen Euro umsetzt, und heute, fast 30 Jahre nach ihrer Gründung (1990), 158 Mitarbeiter im Verkauf, in der Verwaltung und in der Logistik beschäftigt.

Die Besucher am Sonnabend interessierten sich aber eher für Badewannen, Waschbecken und Wasserhähne, vielleicht auch ein Glas Sekt oder etwas Gegrilltes. Wer wollte, konnte im „WaschSalon“ gar seperat unter die Dusche gehen. Und im Übrigen auch an einer Verlosung teilnehmen. Es war eine Badausstattung im Wert von 5000 Euro zu gewinnen. Die Einnahmen von Herzhaftem wie Süßem sollen der Osterburger Kita „Jenny Marx“ zu Gute kommen.