Herzinfarkt

Akutschmerz in Brust und Arm immer sofort vom Arzt abklären lassen

Kardiologen der Helios-Bördeklinik stellten weniger Behandlungen von Herzinfarkten seit der Corona-Pandemie fest.

Von Harald Schulz
 Seit der Corona-Pandemie werden weniger Fälle von Herzinfarkten behandelt. Foto: imago stock&people

Börde. In der Helios-Bördeklinik stellen Kardiologen fest, dass seit der Corona-Pandemie weniger Herzinfarkte behandelt werden, während gleichzeitig die Schwere dieser lebensbedrohlichen Erkrankung zunimmt. Die Befürchtung vor einer Ansteckung mit dem Covid-Virus in der Klinik gilt als einer der ausschlaggebenden Gründe für diesen Behandlungsrückgang, heißt es in einer Pressemitteilung.

Mediziner appellieren deshalb, akute und länger anhaltende Beschwerden im Brust- oder vornehmlich linken Armbereich aufgrund der Sorge um eine Ansteckung mit dem Coronavirus nicht auszusitzen, sondern unbedingt medizinisch abklären zu lassen. Bereits während der ersten Corona-Welle gab es laut dem privaten Klinikbetreiber Helios um die 30 Prozent weniger Aufnahmen in den Notaufnahmen. Gleichzeitig waren die Patienten deutlich stärker erkrankt. Dies sei ein Grund, warum die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit 2020 laut dem Deutschen Ärzteblatt gestiegen ist.

Die Deutsche Herzstiftung und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologen (DKG) reagieren mit dem Gemeinschaftsprojekt „Ein krankes Herz kann niemals warten“ auf die besorgniserregende Situation. Personen mit Anzeichen einer beginnenden Herzschwäche sollten sofort über den Notruf 112 Notfallhilfe anfordern.