Börde l Die Entstehungsbrände in diesem Sommer zeigen es nochmals deutlich auf: Die Einsatzmittel der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden beim Löschen müssen weiter optimiert werden. Der Landkreis hat aus diesem Grund jetzt fünf sogenannte Waldbrandrucksäcke an die Feuerwehren in Oebisfelde und Hörsingen, sowie Calvörde, Hermsdorf und Barleben ausgegeben.

Den Zugewinn an Schlagkraft bei Löscheinsätzen erläuterte Andreas Lindner, Führungskraft der Feuerwehr Oebisfelde und Zugführer des Zuges Brandschutz im Stadtwehrverbund Oebisfelde-Weferlingen. Solch ein Waldbrandrucksack ist bestückt mit vier kleinformatigen Druckschläuchen, zwei Hochdruckstrahlrohren, einem Verteiler, um Löschwasser gezielt leiten zu können und einer Schutzbrille, lautet die Information von Lindner.

„Ist ein Feuerwehrkamerad oder eine Feuerwehrkameradin mit solch einem Waldbrand-rucksack ausgestattet, kann diese Einsatzkraft weitgehend selbstständig direkt an Brandorten agieren. Häufig ist es eben genauso wichtig, kleinere Brandnester abzulöschen, als gegen große Flammen anzukämpfen“, verdeutlicht Lindner den Zugewinn durch diese Ausrüstung, die in Oebisfelde vom Fachdienstleiter Brandschutz beim Landkreis Börde, Roland Läbisch, übergeben wurde.

Bereits im Frühjahr erhielten diese fünf Wehren schon einmal sogenannte Löschrucksäcke, allerdings in einer größeren Stückzahl. Auch die sollen dazu beitragen, dass Brandherde umfassend und möglichst frühzeitig durch Einsatzkräfte der Feuerwehr eingedämmt werden. Allerdings verfügen diese Einsatzmittel über ein integriertes Wasserreservoir, dass mit bis zu 20 Litern Flüssigkeit für den Löscheinsatz befüllt werden kann.