Breitenrode l Die gastgebenden Blasmusikanten aus Breitenrode und der Musikzug Mieste zogen Sonntag so das Publikum im offenen Festzelt bei hochsommerlichen Temperaturen in ihren musikalischen Bann. Es war nach der Premiere 2018 in Mieste das zweite „Drömlinger Bläsertreffen“ der beiden Blaskapellen, die nun nach diesem erneuten Publikumszuspruch an eine jährlich wechselnde Veranstaltungsfolge festhalten wollen. Torsten Pioch als Vorsitzender und musikalischer Leiter der Breitenroder Blaskapelle spricht „von einer wunderbaren musikalischen Gemeinschaft“.

Viele Helfer garantierten freien Eintritt

Er gab dann aber auch unumwunden zu, dass „diese bestens gelungene Veranstaltung nicht ohne die Unterstützung vieler Breitenroder und dank Gönnern des Musikzuges hätte gelingen können“. Dank der Zusage des Breitenroder Gas­tronomen Hildebrandt konnte der Festplatz auf dessen Grundstück entstehen. Das hat die finanziellen Möglichkeiten bei der Planung deutlich erweitert, so Pioch. „Es ist ebenso nicht selbstverständlich, dass aus der Breitenroder Bevölkerung und selbst aus Mieste über 50 Torten und Kuchen für das Bläsertreffen gespendet wurden“, stellt Pioch überhaupt alle Hilfen und Spenden auf eine Wertstufe. „Ausdruck dafür, dass wir Blasmusiker aus Breitenrode für diese volksfestartige Unterhaltung alles richtig gemacht haben, ist der freie Eintritt für all die Gäste“, bringt Pioch im Rückblick für sich auf den Punkt.

Am Sonntag in die Runde gefragt, meinte der Leiter der Breitenroder Heimatstube, Günter Bruhn, „dass solch eine Veranstaltung das Leben auf dem Lande bereichert. Schade nur, dass die Stadt keine entsprechende Veranstaltung anbietet“. Stadtrat Matthias Polep (WfO) stellte schlicht fest, dass das Bläsertreffen von einem Großteil der Menschen in der Region kulturell wertgeschätzt wird. Der Wunsch nach solchen Unterhaltungsangeboten sei unübersehbar. Auch Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch (UWG) fühlte sich in der Masse und mit einem Glas kühlem Mineralwasser pudelwohl. Sie beließ es bei einem „Toll!“, angesichts der Massen auf dem Festplatz.

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Die Vorsitzende der Weddendorfer Seniorengemeinschaft, Rosemarie Behrens, war gleich mit einem Tross Rentner gekommen. Die Truppe genoss schwitzend aber immer wieder stimmungsvoll den Reigen an Blasmusik voller bekannter Melodien.

Nonstop-Programm über Stunden geboten

Zum musikalischen Anteil: Als Torsten Pioch nach kurzen Begrüßungsworten das Musikstück „Drei weiße Birken“ (Titellied zum gleichnamigen Kinofilm von 1961) ankündigte, ging ein wohlwollendes Raunen durch die Reihen, noch bevor die beiden Blaskapellen gemeinsam erklangen. Und auch die instrumentale Präsentation des Volksliedes „Hohe Tannen“ (ursprünglich aus Böhmen, bekanntester Interpret war der Schlagersänger Wolfgang Rohloff alias „Ronny“ im Jahre 1981) versetzte so manchen der Zuhörer ins Entzücken.

Die gemeinsam vorgetragenen Musikstücke waren überhaupt die Glanzpunkte des Konzertreigens, wofür das Publikum mit besonderem Applaus dankte. So befeuerte auch der Vortrag „Sag Dankeschön mit roten Rosen“, gesungen im Jahre 1981 von „Heintje“ (Simons), das Stimmungsbarometer erneut. In Intervallen von jeweils 30 Minuten spendierten die beiden Kapellen ein Nonstop-Programm von über zwei Stunden. Mittendrin spendierte der Miester Männerchor einen von Applaus begleiteten Liederreigen. Es wäre dann auch kein Abschluss gewesen, hätten beide Kapellen das Konzert ohne Zugaben beendet.