Oebisfelde l Eine Notversorgung für Kinder, die eine der Betreuungseinrichtungen innerhalb der Stadt Oebisfelde-Weferlingen besuchen, also Kindertagesstätte und/oder Krippen, ist ab dem kommenden Mittwoch nicht mehr möglich. Das hat Bürgermeister und Verwaltungschef Hans-Werner Kraul verfügt. Solch eine Regelung besteht auch für die DRK-Kindertagesstätte „Wiesenhüpfer“ in Weddendorf, wie Leiterin Simone Strauß informierte.

Dort wurden am gestrigen Montag weitreichende Regelungen veranlasst, die den Betreuungsbetrieb weiterhin in der bewährten Form und Qualität sichern, so Strauß. Der späte Informationsfluss von offizieller Seite am Freitagnachmittag hätte die Situation für die Erzieherinnen und Elternschaft nicht gerade erleichtert, moniert die Kita-Leiterin. Trotzdem konnte eine wohl ausreichende Kommunikation erreicht werden, so dass sich Eltern entscheiden konnten, ob sie ihr Kind am Montag zur Betreuung bringen oder eine andere Lösung bevorzugen wollten.

Wie Strauß mitteilte, „laufen nunmehr die Kommunikationsdrähte heiß“, um ab Mittwoch über eindeutige Verhaltensmaßregeln zu verfügen. Alles, was sie bislang feststellen kann, ist, dass ihr Personal trotz Informationsnot und Corona-Infektionsgefahr einen guten Job gemacht hat.

Nur wenige Ausnahmen

Ähnliche Situationsberichte sind aus Kinderbetreuungseinrichtungen zu erfahren, die sich in kommunaler Hand im Stadtbereich von Oebisfelde befinden. Allerdings sind alle Kitas und Horte der Stadt Oebisfelde-Weferlingen seit gestern geschlossen. Eltern oder eben sorgeberechtigte Personen haben nach dem Erlass des Sozialministeriums von Sachsen-Anhalt noch bis einschließlich dem heutigen Dienstag die Möglichkeit zu erklären, dass sie zum Personenkreis der Schlüsselpersonen gehören. Dazu zählen unter anderem Bedienstete von Polizei, Rettungsdiensten, Rettungsleitstellen, aus dem medizinischen Bereich und Feuerwehr-Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehren und von Schwerpunktfeuerwehren sowie von bestimmten Behörden.

Meldebogen ausfüllen

Ein dafür notwendiger Meldebogen war am Montag ausgeteilt worden, lautete die Information vom Bürgermeister. Personen, die nicht diesen Nachweis führen können, sind gezwungen, ihr Kind in Eigenverantwortung zu betreuen.

Der Bürgermeister schätzt ein, dass für die Aufrechterhaltung der Betreuung für Kinder von Schlüsselpersonen wohl mindestens eine Krippe und eine Kita geöffnet bleiben müssen. Auf jeden Fall sei die Betreuung personell abgesichert.

Eine große allgemeine Bedeutung kommt bei der gesellschaftlichen Bewältigung der Solidarität zu, heißt es von Kraul. Hamsterkäufe seien unsinnig, dafür aber sei das Vermeiden von menschlichen Ansammlungen und von zu engen sozialen Kontakten umso wichtiger. Dem Unterbrechen möglicher Infektionswege zum Schutz der Risikogruppen komme derzeit die höchste Priorität zu, erklärt Kraul.