Breitenrode l Die Mitglieder hoben in einer abgetrennten Zusammenkunft einen Förderverein für das gesellschaftliche Wohl dieser Gemeinschaft aus der Taufe. Und der Wehrleiter Hartmut Schmidt gab nach 18 Jahren den Staffelstab an Carsten Mastmeier weiter.Seit 2002 führte Hartmut Schmidt die Ortswehr Breitenrode. Er war bislang das Gesicht für den Schutz bei Bränden, Unglücken und bei Hilfeleistungen, nicht nur für die Menschen im Heimatort. Schmidt galt als Wehrleiter auch schlechthin als Motor für fast jede größere öffentliche Veranstaltung in Breitenrode.

Am Sonnabend übergab er eine leistungsfähige Wehr, zwar noch nicht offiziell, aber öffentlich in die Verantwortung von Carsten Mastmeier, seinem bisherigen Stellvertreter. Es bedarf nun noch der Bestätigung für den Führungswechsel durch den Stadtratsbeschluss.

Verein fördert ideelle Zwecke

Gut eine Stunde zuvor leitete Schmidt die Versammlung, die letztendlich zur Gründung des Fördervereins führte, dem er vorstehen wird. Ziel und Zweck dieser Gründung ist die Bündelung von finanziellen und ideellen Zwecken außerhalb der hoheitlichen Aufgaben, die als Ortsfeuerwehr zu leisten sind. Zukünftig wird sich der Vorstand des Fördervereins mit Maßnahmen befassen, die zum inneren Wehrgefüge, zur Förderung des Nachwuchses sowie zum Wohl des dörflichen Lebens beitragen, erläuterte Schmidt sinngemäß Satzungsinhalte.

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Auf den aktuell 22 Einsatzkräften der Breitenroder Wehr lastet, wie bei anderen Ortwehren auch, der Druck, die Mindeststunden an Diensten aufzubringen. Wie der künftige Wehrleiter Mastmeier in dem Jahresrückblick verdeutlichte, besteht hier der Anspruch, diesen Mangel aufzuarbeiten. Nichtsdestotrotz ist auf die Einsatzkräfte zu Tag- und Nachtzeiten im Alarmierungsfall Verlass. Das stellten die aktiven Feuerwehrfrauen und -männer bei zehn Einsätzen in 2019 unter Beweis. Davon musste ein einziges Mal zum Einsatz im Ort selbst gefahren und neun Mal die sogenannte Nachbarschaftshilfe geleistet werden. Wichtig für die Einsatzbereitschaft: Es stand stets die notwendige Ausrückestärke plus Reserve zur Verfügung.

Die große Anzahl von fördernden Mitgliedern auch bei dieser Versammlung verdeutlichte ein Miteinander von Dorf und Feuerwehr. Andere Beweise sind jährliche Veranstaltungen wie die Grünkohlwanderung, das Osterfeuer, das Aufstellen des Maibaums, das Dorffest oder auch das Kranzniederlegen am Volkstrauertag oder der Weihnachtsmarkt, die alle von der Ortswehr ausgehen, betonte Mastmeier diese von der Dorfbevölkerung beachteten und gern besuchten Aktivitäten.

Bürgermeister Hans-Werner Kraul und Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch lobten dann auch das breit gespannte Engagement der Ortswehr. Kraul befand zudem, dass es auf Verantwortungsbewusstsein hinweist, wenn Führungskräfte Probleme offen ansprechen, um zu verändern.

Die beiden Nachwuchsabteilungen machten im vergangenen Jahr besonders durch Wettkampferfolge auf sich aufmerksam, worüber Jugendfeuerwehrwart Matthias Schulze berichtete. So wurden beim Orientierungsmarsch in Rippensdorf die beiden vordersten Plätze belegt und beim Zeltlager in Weddendorf errang die Jugendgruppe in der Gesamtwertung den zweiten Platz.