Oebisfelde l Jetzt suchen die Biosphärenreservatsverwaltung Drömling und der Landestourismusverband Sachsen-Anhalt im Verbund mit Europarc, als Dachverband der nationalen Naturlandschaften, nach Partnern aus der künftigen Erlebnis- und Kulturlandschaft Drömling. Sie wollen dieses Projekt federführend anschieben: Juliane Ruttkowski für das Biosphärenreservat Drömling und Josephine Schluer sowie Martin Schulze für den Tourismusverband Sachsen-Anhalt. Ihr Startschuss kann als gelungen bezeichnet werden. Weit mehr als 50 Vertreter aus den Bereichen lokale und regionale Touristik, Gastronomen und private Interessenten sowie aus der Kommunalpolitik waren Dienstagabend zur Auftaktveranstaltung ins Oebisfelder Mehrgenerationenhaus gekommen. Genau dies ist die Zielgruppe, die für das Projekt „Werde unser Partner – sei ein Teil des zukünftigen Biosphärenreservats“ benötigt wird, lautete das Fazit von Ruttkowski.

Praxiskomponente fehlt

Vieles an dem Vorhaben hat erst auf dem Papier Bestand. Grundlagen für dieses Modellprojekt bilden die lokale Entwicklungsstrategie „Rund um den Drömling im Bundesland Sachsen-Anhalt“ vom März 2015, das Eckpunktepapier der länderübergreifenden Arbeitsgruppe für ein Biosphärenreservat Drömling aus dem Jahre 2016 in Verbindung mit dem Tourismus- und Vermarktungskonzept für den Drömling.

Wertvolle Hinweisgeber, die im Zusammenwirken mit Europarc ein Garant für eine Vernetzung und damit einen Bekanntheitsgrad vom lokalen bis zum internationalen Wirkungsbereich erlangen können. Allein was fehlt, sind die Partner. Sie entscheiden über den Erfolg dieses Projekts.

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Partner entscheiden über den Erfolg

Es ist also ein Vorstoß in neue Sphären. Damit die Menschen, die im und am Drömling leben, den Tourismus, die Landwirtschaft, Handel und Verkehr für das große Ganze des länderübergreifenden Bisosphärenreservats auf Dauer nicht nur zu begeistern, sondern eine regionale Marke und das dafür erforderliche Interesse in der Öffentlichkeit zu wecken, klang von den drei Wegbereitern in unterschiedlichen Beiträgen an.

Und so soll es funktionieren: Partner engagieren sich für eine nachhaltige touristische Entwicklung und sind zugleich Botschafter der Nationalen Naturlandschaften (Europarc). Partnerbetriebe werden nach bundesweit einheitlichen Qualitäts- und Umweltstandards bewertet, erhalten dafür ein Zertifikat, das zumindest in den ersten Jahren ohne Beitrag zu erhalten sein wird, so die Aussage von Rutkowski. Auch die Gäste sollen durch geschulte Gastgeber und Betriebe informiert und sensibilisiert werden. Das zukünftige Biosphärenreservat Drömling dient als Modellprojekt. Regionale Produzenten, Verarbeiter und Händler sowie Betriebe können und sollen sich untereinander austauschen, ihre Waren anbieten und somit den regionalen Wirtschaftskreislauf ankurbeln. So können neue Absatzwege erschaffen werden. Auch der Dorfladen oder der Hofverkauf findet wieder an Attraktivität, meinten die Referenten.

Stets Bezug zum Drömling

Der Schwerpunkt der bestehenden Partner-Initiativen liegt auf touristisch geprägten Betrieben, wie beispielsweise Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe, Reiseveranstalter, Bahnen, Gästeführer und Tourismusorganisationen. Aber auch Händler, Landwirte, Direktvermarkter und Absatzmärkte können sich zertifizieren lassen und den regionalen Wirtschaftskreislauf stärken. Allerdings sollten diese Partner innerhalb des Biosphärenreservats leben, ihre Firma oder Betrieb, oder zumindest eine Filiale dort betreiben, so die Aussage von Schluer.

Wie von dem Referententrio zugesagt wurde, sollen weitere Informationsveranstaltungen folgen, dabei sind auch Angebote im niedersächsischen Raum angedacht.

Weitere Informationen bei Juliane Ruttkowski, Telefon 039002/85027, oder auf der Homepage.