Breitenrode l Eigentlich wollte die Geehrte diesen besonderen Blumenstrauß gar nicht entgegennehmen. Wieso ?, Wofür ?, Was soll das ? sträubte sich Doris Grimm, als ihr die Blumen bei der Gymnastikstunde zwischen all den Anhängern der Grimmschen Stuhlgymnastik überreicht wurde. „So ist unsere Doris“, kam es gleich mehrfach aus der Runde herüber.

Aber wohl gerade diese Bescheidenheit für Dinge, die die 77-jährige Breitenroderin anderen Menschen zu deren Guten zukommen lässt, zeichnen Doris Grimm offensichtlich aus. Insbesondere, wenn die gelernte Physiotherapeutin ihren Mitmenschen verdeutlichen möchte, dass mit sportlicher Betätigung das Lebensgefühl und die Vitalität erhöht werden, dann geschieht das mit fast mütterlich-rührenden Worten, nicht ohne dabei den erzieherischen Wert in der Aufforderung zu vergessen.

Doris Grimm kennt die Menschen im Drömling, weiß um ihre Not und Wünsche – damals wie heute. Über 30 Jahre lebte sie in Oebisfelde, um dann in Breitenrode mit Mann und zwei Töchtern über die Jahre heimisch zu werden. Mittelpunkt ihrer Freizeit ist der Garten. Doch nur die Natur, das ist schön, erfüllt eine Doris Grimm aber nicht in Gänze. Deshalb ist sie stets beim monatlichen Treffen der Breitenroder Seniorengemeinschaft zu finden. Dort gilt sie neben Helga und Günter Bruhn als Fels in der Brandung. Sie bereitet die Treffen nicht nur vor, Doris Grimm lässt nicht locker, bis die Runde zustimmt, sich nach dem Kaffeetrinken sportlich mit einigen Minuten Stuhlgymnastik die Verdauung und den Bewegungsapparat anzuregen.

So bekannt wie gefragt ihr Marmeladengelee ist, so schätzen die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte „Storchennest“ im Dorf die von Doris Grimm selbstgebackenen Muffins. Die Breitenroderin ist sozusagen die Hauslieferantin für dieses Süßgebäck. Dafür, und auch für diese Verbindung, die sie pfelgt, kommen die Kita-Kinder mehrmals im Jahr zum Seniorentreff und bringen der älteren Generation aus dem Dorf Lieder zu Gehör, spielen kleine Theaterszenen und sagen Gedichte auf.

Die Preisträgerin des Blumenstraußes des Monats Juli wünscht sich für die Seniorengemeinschaft, dass mehr ältere Einwohner aus dem Dorf den Weg zu dieser fidelen Runde finden. „Wir sind zwar vom älteren Semester, aber voller Idee und immer für einen Spaß zu haben“, lädt sie ein. Sie hofft, dass die Kindertagesstäte erhalten bleiben kann. Das sind für sie unvergessene Momente.

Kennen Sie jemanden, der sich ehrenamtlich engagiert und der den Blumenstrauß des Monats als Anerkennung erhalten sollte ? Teilen Sie uns Ihren Vorschlag mit. Rufen Sie uns unter 039002/23 83 04 an, oder senden Sie eine E-Mail an info.volksstimme@vsoebisfelde.com, oder geben Sie Ihre Empfehlung persönlich in der Oebisfelder Redaktion, Lange Straße 57, ab.